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Ökumenisches Heiligenlexikon

Edigna von Puch

Gedenktag katholisch: 26. Februar

Name bedeutet: die um Besitz Kämpfende (angelsächs. - latein.)

Einsiedlerin
* um 1055 (?) in Frankreich (?)
† 26. Februar 1109 in Puch, heute Orsteil von Fürstenfeldbruck in Bayern


Die Legenden nennen Edigna eine Tochter des Königs Heinrich I. von Frankreich und dessen Frau Anna, der Enkelin des Großfürsten von Kiew, Wladimir I. und somit die Nichte von Aurelia von Regensburg. Gegen ihren Willen zur Heirat gedrängt, floh sie demnach als Pilgerin auf einem Ochsenkarren nach Bayern; ein Hahn habe sie auf der Flucht begleitet und gekräht, als sie in Puch die Flucht beenden sollte. Dort lebte sie dann ab 1074 35 Jahre lang in einer hohlen Linde bei einer kleinen Kirche, bis sie starb. Sie lehrte die Bewohner lesen und schreiben, brachte ihnen den Glauben nahe und half ihnen bei Sorgen mit dem Vieh.

Edigna starb, vom Volk hoch geehrt. Nach ihrem tod sei aus der Linde ein heilsames Öl geflossen, das aber versiegte, als man es gegen Geld verkaufen wollte. Edignas Reliquien liegen in einem Glasschrein am linken Altar in der Kirche in Puch. Ihre erste schriftliche Erwähnung fand sie 1347 in einem Dokument über den Tod von Kaiser Ludwig IV., der nahe Puch starb. 1624 verfasste der Jesuit Matthäus Rader ihre Lebensgeschichte nach einer Untersuchung ihres Leichnams. Wallfahrten wurden durch das Kloster in Fürstenfeldbruck betreut.

Eine alte, 1000-jährige Linde auf dem Friedhof in Puch soll die der Edigna gewesen sein. In den 1970er-Jahren Wurde die Pfarrkirche in Puch renoviert; die dabei im Altarfundament gefundenen Gebeine wurden als die von Edigna identifziert. Alle zehn Jahre wird in Puch von Laien das Edigna-Spiel aufgeführt, zuletzt 2009.

Attribute: auf Ochsenkarren, in Linde
Patronin gegen Viehseuchen und Diebstahl





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.11.2014

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• http://www.edigna-puch.de/neuesspiel/spielheute.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.