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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes III. Vatatzes

Beiname: der Barmherzige

Gedenktag orthodox: 4. November

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Kaiser des byzantinischen Reiches von Nicäa-Nymphaion
* 1192 (oder 1194) in Didymoticho in Griechenland
† 3. November 1254 in Nymphaion, heute Kemalpaşa bei Ízmir in der Türkei


Münze aus Magnesia: Johannes III. wird von Maria gekrönt
Münze aus Magnesia: Johannes III. wird von Maria gekrönt

Johannes, Sohn des Königs Vatatzes, hatte wohl 1212 Eirene, die Tochter des Kaisers Theodor I. Laskaris, geheiratet und trat 1222 dessen Nachfolge an. Da Konstantinopel - das heutige Ístanbul - seit 1204 von den Kreuzfahrern besetzt war, residierte er in Nicäa - dem heutigen Íznik - und Nymphaion - dem heutigen Kemalpaşa. 1224 erfocht er einen glänzenden Sieg über die Lateiner und eroberte die Ägäis-Inseln Rhodos, dann auch Chios, Lesbos und Samos zurück. 1230 wurde auch der andere bedrohliche Feind, der Grieche Theodor Angelos, von den Bulgaren unter Ivan II. Asen vernichtend geschlagen. 1246 konnte Johannes selber in Thessaloniki einziehen und die Herrschaft über Nordgriechenland erlangen.

1234 bis 1237 belagerten die Byzantiner unter Johannes und die Bulgaren gemeinsam das besetzte Konstantinopel, konnten aber trotz aller Bemühungen die Lateiner nicht vertreiben. 1235 fand die Hochzeit des Kaisersohnes Theodor Laskaris mit der bulgarischen Zarentochter Helena Asen statt, 1237 wurde der endgültige Friede zwischen den Griechen und den Bulgaren unterzeichnet.

In der Zwischenzeit aber waren als die gefährlichsten Feinde des byzantinischen Reiches die Mongolen aufgetaucht: gegen diese schloss Johannes 1243 ein Bündnis mit dem ehemaligen Erzfeind, den Seldschuken von Konya. Seit 1238 schon hatte Johannes sich der Freundschaft des Stauferkaisers und Kreuzfahrers Friedrich II. versichert; nach dem Tode seiner ersten Frau heiratete er 1244 Friedrichs Tochter Anna-Konstanze - und hielt sich deren italienische Dienerin als Mätresse. Im Inneren sorgte Johannes für die Zukunft seines Landes durch Maßnahmen der Volksbildung wie Neugründung von öffentlichen Bibliotheken, durch das Anlegen von großen Getreidevorräten und besonders durch die Befestigung der Grenzen seines Reiches.

Schon kurz nach seinem Tod wurde Johannes als Heiliger verehrt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.08.2016

Quellen:
• Wilhelm Blum. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. III, Herzberg 1992

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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