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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes von Rom

Gedenktag katholisch: 26. Juni
gebotener Gedenktag im Bistum Frosinone – Veroli – Ferentino
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Rom
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.

bedacht im Eucharistischen      Die Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. Hochgebet I und im Ambrosianischen      Die Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Hochgebet I

Gedenktag orthodox: 26. Juni

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Märtyrer
† im 4. Jahrhundert in Rom


Eingang zum Museum Case Romane in Rom
Eingang zum Museum Case Romane in Rom

Die Brüder Johannes und Paulus starben der Legende nach als frühchristliche Märtyrer. Die Legende berichtet, dass beide Palastbeamte bei Konstantia, der Tochter von Kaiser Konstanin, waren. Nach dem Tod ihrer Herrin ließ Kaiser Julian Apostata sie in ihrem Haus auf dem Mons Caelius - das erhalten ist und heute nach Ausgrabungen zum Museum Case Romane gehört - enthaupten, weil sie ihm, dem Verächter des Christentums, den Dienst verweigerten. Sie wurden dann heimlich bestattet.

Der römische Senator Pammachius errichtete um 390 eine Basilika auf dem Gelände von drei früheren Stadthäusern, darunter dem Haus von Johannes und Paulus, in der Nähe des Claudius-Tempels auf dem Mons Caelius; wie archäologische Erkenntnisse beweisen, gab es in diesen Häusern schon zuvor eine christliche Kultstätte, die beim Bau der Basilika als Katakombe mit einem Altar erhalten blieb. Die Basilika war wohl zunächst nicht Johannes und Paulus geweiht, erst im 6. Jahrhundert ist die Weihe der Kirche als Santi Giovanni e Paolo nachgewiesen. 1575 wurden unter dem Altar in der Katakombe die Gebeine mehrerer Menschen gefunden, die auf einen unbekannten Totenkult schließen ließen.

Die Kopfreliquie von Johannes (links) und die zerbrochene Kopfreliguie von Paulus in Altenberg
Die Kopfreliquie von Johannes (links) und die zerbrochene Kopfreliguie von Paulus in Altenberg

Die Leidensgeschichte von Johannes und Paulus ist offenbar der der 363 in Antiochia - dem heutigen Antakya / Hattay - gemarterten Offiziere == Juventus und == Maximus nachgebildet; sie wird im Martyrologium des Hieronymus und im Heiligenverzeichnis von Verona wiedergegeben. Weil sie historisch nicht nachweisbar sind, wurden Johannes und Paulus bei der ReformNach Abschluss und im Auftrag des => 2. Vatikanischen Konzils wurde im Jahr 1969 eine Liturgiereform in der römisch-katholischen Kirche durchgeführt; in diesem Rahmen wurden auch Änderungen im Römischen Generalkalender vorgenommen; der erneuerte wurde mit dem 1. Januar 1970 in Kraft gesetzt. aus dem Römischen Generalkalender gestrichen, im Martyrologium Romanum von 2001/2004 sind sie wieder enthalten.

Ihr Gedenktag zur Zeit der Sommersonnwende machte Johannes und Paulus zu Wetterpatronen, schon 1150 wurden sie in der Chronik der deutschen Kaiser als solche erwähnt. Bauern erbitten von ihnen das gewünschte Wetter, in ihrem Namen werden Wetterkerzen geweiht, sie sind Patrone von Bittprozessionen für gutes Wetter. Beider Kopfreliquien kamen 1344 ins Zisterzienserkloster nach Altenberg - heute zu Odenthal gehörend. Aufgrund eines luxuriösen Lebensstils von Abt Franz Cramer, durch Kriegskontributionen und den Verlust linksrheinischer Besitzungen in der napoleonischen Zeit wurden 1796 und 1798 Silbergeräte und andere Preziosen des Klosters Altenberg verkauft, damals verlor sich die Spur der beiden Märtyrerhäupter, bis der Küster sie 2011 in einer Holzkiste wieder entdeckte; restauriert und gefasst in ein neues Doppelreliquiar kehrten sie 2014 zurück in die Sakristei der Kirche von Altenberg.

Patron gegen Gewitter, Blitz, Hagel und Pest, für und gegen Regen und Sonnenschein

Catholic Encyclopedia

Das Museum Case Romane ist von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 8 €.
Die Kirche Santi Giovanni e Paolo in Rom ist täglich von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr - im Winter nur bis 18 Uhr - geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 20.09.2017

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• http://www.rundschau-online.de/rhein-berg/reliquien-heilige-in-holzkiste-entdeckt,16064474,27305448.html
• Dr. Heinrich Bernhard Kraienhorst, E-Mail vom 26. Juni
• http://www.ksta.de/region/rhein-berg-oberberg/odenthal/reliquien-im-altenberger-dom-rueckkehr-von-johannes-und-paulus-2140124

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.