Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Josef-Maria Escrivá de Balaguer y Albás

spanischer Name: Josemaría

Gedenktag katholisch: 26. Juni
Hochfest im Opus Dei
gebotener Gedenktag in den Bistümern Barbastro - Monzón, Madrid, Getafe und Saragossa
nicht gebotener Gedenktag in Deutschland, in den französischsprachigen Ländern, in der Schweiz, im Erzbistum Pamplona y Tudela, in den Erzbistümern Salzburg und Wien, in den Bistümern Eisenstadt, Feldkirch, Graz-Seckau, Innsbruck und Sankt Pölten
Diözesankalender Essen und Hildesheim

Name bedeutet: J: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
und
M: der Beleibte / der Schöne / der Bittere / der von Gott Geliebte (aramäisch)

Priester, Gründer
* 9. Januar 1902 in Barbastro in Spanien
† 26. Juni 1975 in Rom


Josemaría Escrivá de Balaguer
Josemaría Escrivá de Balaguer

Josef-Maria stammte aus einem gutsituierten und streng katholischen Elternhaus. Mit zwei Jahren wurde er wunderbar von einer Krankheit geheilt. Als er 13 Jahre alt war, zog die Familie um nach Logroño, nachdem die Textilfabrik seines Vaters bankrott war und der sich nun eine Arbeit suchen musste. Mit 16 Jahren verspürte er die Berufung zum Priesterstand; schon im Seminar fiel seine ausgeprägte Bereitschaft zu Selbstgeißelung und Bußübungen auf. 1918 begann er das Theologiestudium: zunächst in Logroño, dann in Saragossa; er schrieb sich anschließend auch in die juristische Fakultät ein, wurde gleichzeitig mit nur 20 Jahren Seminarleiter. 1925 wurde er zum Priester geweiht, 1927 ging er an die Universität nach Madrid, um in Jura zu promovieren, gleichzeitig wirkte er als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator., um Geld zu verdienen für den Unterhalt seiner Mutter und seiner beiden Schwestern. Hier begann er ein sehr fruchtbares Apostolat unter armen Kindern, in Armenvierteln und bei Kranken.

Josef-Maria wohnte mit seinen Eltern in Logroño zunächst in einem einfacheren, nach einigen Jahren gleich um die Ecke in diesem Wohnhaus, an dem die Tafel an ihn erinnert
Josef-Maria wohnte mit seinen Eltern in Logroño zunächst in einem einfacheren, nach einigen Jahren gleich um die Ecke in diesem Wohnhaus, an dem die Tafel an ihn erinnert

1928 gründete Josef-Maria Escrivá in Madrid die Gemeinschaft Opus Dei, Werk Gottes: Laien sollten ihre Berufung zu geistlichem Leben, zur tätigen Nächstenliebe und zur Heiligung der Arbeit im Alltag entdecken und leben. Als erste Kirche des Werkes diente die Kirche San Miguel - heute Basilika des päpstlichen Nuntius. 1930 folgte der weibliche Zweig. 1939 wurde Josef-Maria Escrivás grundlegendes Werk Der Weg - 999 Meditationssätze zur Umsetzung von Gottes Willen in der eigenen Lebensführung * veröffentlicht; inzwischen ist es in 42 Sprachen übersetzt und über 4 Millionen Mal verkauft worden.

Das Opus Dei musste alsbald mit den Wirren des spanischen Bürgerkriegs fertig werden, Escrivá schlug sich auf der Flucht vor den Roten zu den Franco-Putschisten durch. 1941 wurde er ein guter Freund des spanischen Führers, Opus Dei wurde vor allem in der Wirtschafts- und Bildungspolitik zu einer Stütze des Regimes und leistete entscheidende Dienste beim Aufbau einer konkurrenzfähigen Ökonomie. In den 40er-Jahren erwarb Escrivá sich zu seinem Namen auch den Adelstitel Marqués de Peralta. Nach dem Bürgerkrieg führte er Exerzitien für Priester, Ordensleute und Laien durch, auf Grund dieser Erfahrung gründete er 1943 eine priesterliche Gesellschaft als Teilverband von Opus Dei, die Priestergemeinschaft vom Heiligen Kreuz.

Ab 1946 widmete Josef-Maria sich in Rom ganz der Arbeit für Opus Dei, hierzu siedelte er nach Rom über, 1950 erhielt die Personalprälatur die päpstliche Anerkennung. Der Auftrag des Gotteswerkes war die Bekämpfung von Liberalismus und Kommunismus sowie die Rettung der Kirche selbst, in der Escrivá Anfang der 70er-Jahre wegen Verirrungen wie der Befreiungstheologie bisweilen nur noch einen Leichnam in stinkender Verwesung erblicken mochte. Escrivá unternahm unzählige Reisen - vor allem in Europa und Amerika -, um seine Ideale zu verbreiten und seine Anhänger zu formen, gleichzeitig erschienen viele Bücher aus seiner Feder. Auch eine Unterstützung des Putsches gegen den chilenischen Präsidenten Allende 1973 und der danach folgenden Taten der Todesschwadronen mit Tausenden von Opfern wird Escrivá und Opus Dei immer wieder zugeschrieben.

Beim überraschenden Tod von Josef-Maria durch einen Herzanfall hatte die Gesellschaft 60.000 Mitglieder in 80 Ländern, im Jahr 2000 schon 80.000 Mitglieder, darunter 1600 Priester, in 87 Ländern. Seit seiner Heiligsprechung ruht sein Leichnam in der Prälaturkirche S. Maria della Pace in Rom.

Kanonisation: 200.000 Menschen kamen zur Seligsprechung von Josef-Maria Escrivá am 17. Mai 1992 durch Papst Johannes Paul II. Im November desselben Jahres ereignete sich die wunderbare Heilung, die die Tür zur Heiligsprechung öffnete: der Arzt Manuel Nevado Rey litt an chronische Radiodermitis, einer schweren Berufskrankheit, die auf die Fürbitte des seligen Josef-Maria verschwand. Im Dezember 2001 approbierte Johannes Paul II. das Dekret der Kongregation für die Heiligsprechung über dieses Wunder. Am 6. Oktober 2002 wurde Josef-Maria Escrivá vor 450.000 bis 500.000 Menschen auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen - nur 27 Jahre nach seinem Tod; so schnell ist seit Einführung des geordneten Verfahrens zur Heiligsprechung kein Katholik zur Ehre der Altäre erhoben worden.

* Eine erste Fassung wurde schon 1934 unter dem Titel Consideraciones Espirituales, Geistliche Ratschläge, veröffentlicht.

  Die Homepage von Opus Dei informiert in Deutsch und vielen anderen Sprachen über die Arbeit der Gemeinschaft. Den Gründer selbst stellt ebenfalls in Deutsch und anderen Sprachen die Webseite Heiliger Josefmaria Escriva vor.

  Eine Fülle von kritischen Informationen erschließt die Unofficial Homepage Opus Dei in verschiedenen Sprachen.

  Die Chronologie des Heiligsprechungsprozesses gibt es auf der Homepage des Vatikans, auch in Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.

  Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Josef-Maria Escrivá de Balaguer y Albás

Wikipedia: Artikel über Josef-Maria Escrivá de Balaguer y Albás

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Tatiana
Maria Guadalupe
Ida von Hohenfels


  6   ?   1   0 Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!


Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.06.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• http://www.es.josemariaescriva.info/articulo/cuadro-de-san-josemaria-escriva-en-logrono
• http://www.es.josemariaescriva.info/articulo/placas-conmemorativas-de-la-estancia-de-san-josemaria-en-logrono
• http://www.josemariaescriva.info/article/st-josemaria-escriva-in-madrid-opus-dei-s-first-steps
• http://multimedia.opusdei.org/maps/madrid/