Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Julian Sabas

deutscher Beiname: der Greis
auch: Chaba, auch: von Mesopotamien

Gedenktag katholisch: 17. Januar

Gedenktag orthodox: 18. Oktober

Name bedeutet: aus dem Geschlecht der Julier (latein.)

Mönch, Einsiedler
† um 375 am Euphrat bei Edessa, heute Şanlıurfa in der Türkei


Julian lebte als Eremit in einer Höhle in der Wüste bei Edessa. Er lebte asketisch, aß nur einmal in der Woche Brot aus Hirsekleie, betete und sang Psalmen. Immer mehr Schüler schlossen sich ihm an, bald schon waren es über einhundert, darunter ein Perser namens Jakobus, der später im Alter von 104 Jahren starb, und der edle Jüngling Asterius, der später in Gindaros - dem heutigen Cindirêsê‎ - ein Kloster gründete, aber auch von dort aus Kontakt zu Julian hielt und ihm immer wieder Nahrung brachte.

Als Julian einmal mit Jakobus durch die Wüste reiste, tötete er einen bedrohlichen Drachen, der sie verschlingen wollte. Bei einer Wüstenreise mit Asterius ließ er eine Quelle entspringen, um den Durst seines Schülers zu löschen, die noch lange sprudelte. Vor dem Ansturm von Verehrern floh Julian mit Schülern auf den Berg Sinai und baute dort eine Kirche auf dem Felsen, unter dem Mose Gott geschaut hatte.

Als Patriarch Meletios von Antiochia von Kaiser Konstantius II. aus Antiochia - dem heutigen Antakya / Hatay - vertrieben wurde, weil der Kaiser nun den Arianismus unterstütze, und die Arianer die Kirche der Stadt übernahmen, behaupteten sie zur Unterstützung ihrer Autorität, dass auch der berühmte Julian sich zu ihrer Lehre bekenne. Der Priester - und nachmalige Bischof - Flavian, der Leiter der Asketenschule == Diodorus - später Bischof von Tarsus - und der Anachoret == Aphraates baten deshalb Asterius, zu seinem ehemaligen Lehrer Julian zu gehen und ihn zu bitten, dass er das Volk aufkläre. Julian kam, wohnte in der Petrusgrotte und klärte die Menschen über die Falschbehauptung der Arianer auf. Zudem wirkte er verschiedene Wunder, so heilte er einen hohen Beamten von Krankheit. Schon auf der Anreise hatte er den 7-jährigen einzigen Sohn einer Herbergswirtin unversehrt aus dem Brunnen befreit, in den dieser gefallen war. Auf der Heimreise baten die Christen in Kyrrhos um seine Hilfe, weil ihr Bischof auch zu den Arianern abgefallen war; Julian empfahl Beten und Fasten, was tatsächlich den schnellen Tod des Abtrünnigen bewirkte. Auch den Tod von Kaiser Julian Apostata, dem Abtrünnigen, im Jahr 363 hat Julian vorhergesehen.

Julian leitete mehr als 40 Jahre lang seine Eindiedelei als Vater und starb dann in hohem Alter, deshalb trägt er den Beinamen Sabas, der Greis.

Die Nachrichten und Legenden über Julian stammen vom Kirchengeschichtsschreiber Theodoret, besonders aus dessen Philotheus, Gottesfreund; er beruft sich dabei auf das Zeugnis von Acacius, dem Schüler von Asterius und späteren Bischof von Beröa / Veroia. Johannes „Chrysostomus” nannte Julian einen Wundermann und berichtete von seiner Verehrung auch nach seinem Tod. Papst Benedikt XIV. erwähnte Julian in seinem Werk De Servorum Dei Beatificatione et Beatorum Canonizatione, Über die Seligsprechung der Diener Gottes und die Kanonisation der Seligen, aus den Jahren 1734 - 1738.





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Julian „Sabas”

Wikipedia: Artikel über Julian „Sabas”

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Angelus Augustinus Mazzinghi
Papinianus Gefährten
Anton Martin Slomsek


        Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.07.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://oca.org/saints/lives/2016/10/18/102995-venerable-julian-the-hermit-of-mesopotamia