Ökumenisches Heiligenlexikon

Liberatus und Gefährten

Gedenktag katholisch: 2. Juli
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Eremiten: 26. August
17. August

Name bedeutet: der Befreite (latein.)

Abt, Märtyrer
17. August 483 (?) in Karthago, heute Vorort von Tunis in Tunesien


Liberatus. Aus: John Gilmary Shea: Little Pictorial Lives of the Saints, New York 1894
Liberatus. Aus: John Gilmary Shea: Little Pictorial Lives of the Saints, New York, 1894

Liberatus war Abt in Capsa - dem heutigen Gafsa in Tunesien; er bekämpfe den Arianismus. Die Legende berichtet, wie der Vandalenkönig Hunerich, der dem Arianismus anhing, Liberatus und seine Gefährten - den Diakon Bonifatius, die Subdiakone Servus und Rusticus, die Mönche Rogatus und Septimus sowie den Knaben Maximus - in die Häfen von Karthago verschleppte, sie auf ein Schiff fesselte und dieses anzünden ließ. Aber ein heftiger Wind löschte alle Flammen, worauf Liberatus und seine Genossen mit Rudern erschlagen und ins Meer geworfen wurden.

Ihre Anhänger aus der katholischen Kirche bestatteten die Märtyrer in einem Kloster in Karthago.

Die legendarische Passio Septem Monachorum, Leidensgeschichte der sieben Mönche, entstand aufgrund einer kurzen Notiz in der Historia persecutionis Africae Provinciae, der Geschichte der Verfolgungen in der Provinz Afrika des Victor von Vita.

Die Häfen und Verteidigungsanlagen in Karthago
Video: ZDF / Terra X / Faber Courtial, Jörg Courtial

Die verschiedenen Ausgrabungsstellen in Karthago sind täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr, im Winter nur von 9 Uhr bis 17 Uhr, zur Besichtigung geöffnet, der Eintritt beträgt für alle zusammen 4 €. (2020)
Das Gelände und das frühchristliche Museum in Karthago sind verschlossen ohne weitere Information, auch die Webseite meldet nur fermé. (2020)
Die historischen Häfen von Karthago sind frei zugänglich. (2020)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.08.2020

Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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