Ökumenisches Heiligenlexikon

Madruyna

auch: Madruina, Madrona, Matrull
eigentlich: Ermintrudis, Ermetruit

Gedenktag katholisch: 5. September

Name bedeutet: die Mutter (latein.)

Äbtissin in Barcelona, Märtyrerin
5. September 999 in Barcelona in Spanien


Madruyna war der Überlieferung zufolge Äbtissin im Kloster San Pedro de las Puellas der Benediktinerinnen in Barcellona, die beim Einfall der Sarazenen auf eine der Balearischen Inseln, die damals unter der Herrschaft des Kalifats von Córdoba standen, verschleppt wurde und dort starb.

Madruyna wurde oft als erste Äbtissin des Klosters San Pedro de las Puellas bezeichnet, aber dies war 945 Adelaida Bonafilla. 985 wurde das Kloster beim Einfall der Sarazenen unter dem Herrscher Almansor von Córdoba geplündert. Für 991 ist eine Nonne Ermetruit nachgewiesen, die laut der Chronik des Klosters San Pedro de las Puellas 999 starb und bald schon als Heilige verehrt wurde.

Die Legende aus dem 15. Jahrhundert fasst die Ereignisse zusammen unter dem Namen Madruyna und erzählt, dass diese Äbtissin sich ihre Ohren und die Nase mit einem Messer verstümmelte, als sich die Muslime dem Kloster näherten; die jungen Nonnen entstellten demnach ihre Gesichter mit ihren eigenen Händen, damit sie nicht von den Muslimen vergewaltigt werden. Alle zusammen wurden dann als Sklaven verkauft, Madruyna wurde auf die Insel Mallorca gebracht. Dort entdeckte sie ein Kaufmann, der sie heimlich in ihre Heimat zurückbringen wollte und sie in einem der mit Baumwolle gefüllten Säcke auf seinem Schiff versteckte. Als die Soldaten ihr Verschwinden bemerkten, stachen sie mit Lanzen in diese Säcke, entdeckten Matrona aber nicht, allerdings wurde sie dabei schwer verletzt. So kam sie in ihr Klosters San Pedro de las Puellas nach Barcelona zurück, wurde dort gepflegt, starb dann aber schließlich an ihren Verletzungen.

Madruyna / Ermintrudis wurde in ihrem Kloster San Pedro de las Puellas in Barcelona bestattet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.11.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• http://agenda.galiciadigital.com/santoral?title=&field_dia_santo=5&field_mes_santo=9 - abgerufen am 23.11.2022
• https://ca.wikipedia.org/wiki/Matrull_de_Barcelona - abgerufen am 23.11.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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