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Ökumenisches Heiligenlexikon

Oderich von Pordenone

italienischer Name: Odorico de Portu Naonis
Familienname: Mattiuzzi
deutsch: von Portenau

Gedenktag katholisch: 14. Januar
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Franziskaner-Observanten und bei den Franziskaner-Minoriten

Name bedeutet: mit reichem Erbgut (althochdt.)

Ordensmann, Priester, Missionar
* 1265 oder 1286 in Villanova bei Pordenone in Italien
† 14. (?) Januar 1331 in Udine in Italien


Bronzestatue vor der Oderich geweihten Pfarrkirche in Villanova bei Pordenone
Bronzestatue vor der Oderich geweihten Pfarrkirche in Villanova bei Pordenone

Oderich trat in Udine in den Franziskanerorden ein und lebte zunächst als Einsiedler in den Wäldern bei Udine. Um 1315 trat er von Padua aus eine Missionsreise an, kam nach Ägypten, ins Heilige Land, Armenien, Persien, dann nach 1321 Indien, wo er in Thana beim heutigen Bombay/Mumbai die Reliquien von Thomas von Tolentino und seinen Gefährten rettete. Er missionierte in Indien, dann in Ceylon - dem heutigen Sri Lanka, erreichte die Nordspitze Sumatras, gelangte durch die Straße von Malakka nach Java, dann ins Gebiet des heutigen Kambodscha und Vietnam, schließlich nach Quanzhou in China, wo er die Gebeine der vier Märtyrer bestattete. 1326 kam er an den Hof des mongolischen Yüan-Kaisers in Khanbalique - dem heutigen Peking / Beijing.

1329 begab Oderich sich auf die Heimreise über die Provinz Xinjiang, Persien und Armenien. 1331 kam er in seiner Heimat an und diktierte nun seinen Reisebericht Relatio, Bericht, der zu den wichtigsten Zeugnissen über die damalige Missionsarbeit im Fernen Osten zählt; wegen der Unmittelbarkeit des Erlebten durch einen einfachen, wandernden Bettelmönch gilt dieser Reisebericht als bedeutsame Ergänzung zu Marco Polos Divisament dou monde; die Authentizität des Reiseberichts von Oderich ist heute - im Gegensatz zu der von Marco Polo - unbestritten. Oderich erzählt anschaulich etwa von Ochsen, die als Gott verehrt werden, von Witwenverbrennungen in Indien, vom Pfefferanbau in Indonesien, von sexuellen Ausschweifungen in Champa im Süden von Vietnam, von der Kormoranfischerei in Südchina, von buddhistischen Reinkarnationstheorien und vom Hofzeremoniell in Khanbalique. Seine eigene Missionstätigkeit berichtet er nicht.

Auf einer Reise zu Papst Johannes XXII. nach Avignon erkrankte Oderich, er musste nach Udine zurückkehren und starb.

Taufstein an dem Oderich getauft wurde, in der Pfarrkirche in Villanova bei Pordenone
Taufstein an dem Oderich getauft wurde, in der Pfarrkirche in Villanova bei Pordenone

Kanonisation: Oderich wurde 1755 von Papst Benedikt XIV. seliggesprochen.

Acta Sanctorum

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.08.2016

Quellen:

• http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.o/o277971.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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