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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ogasawara Genya und Familie

auch: Genji

Gedenktag katholisch: 30. Januar

Name bedeutet: der Christ (griech. - latein.)

Märtyrer
† 1636 in Kumamoto in Japan


Der Christ und Samurai Ogasawara Genya, Sohn von Ogasawara Shosai, entstammte dem erfolgreichsten und mächtigsten Zweig der vielen Familienzweige des Minamoto-Clans und war ein Nachfahre von Kaiser Seiwa. Er heiratete Miya Kagayama, eine der drei Töchter von == Diego Hayato; deren beide Schwestern standen im Dienst von Hosokawa Tadatoshi, der 1632 zum Fürsten von Nakatsu befördert worden war. Der wollte nun auch Ogasawara Genya in seinen Dienst nehmen, verlangte aber dien Vollzug der Fumie 1; Genya verweigerte dies und verzichtete auf den lukrativen Posten im Palast. 1936 denunzierte jemand Genya beim Statthalter in Nagasaki als Christ; der übergab das Verfahren an Hosokawa Tadatoshi. Angesichts der Aussicht auf eine Anklage, bei der Genya gemäß der Tradition der Samurai hätte Selbstmord begehen müssen - was für Christen aber eine Totsünde war -, verurteilte Tadatoshi, wenn auch widerwillig, den Samurai Genya und seine Frau, ihre neun Kinder und ihre vier Diener zum Tod und ließ sie enthaupten.

1 zur „Fumie” benutzte Christus-Darstellung Fumie, gesprochen Fumi-E, setzt sich zusammen aus einer Form des japanischen Verbs fumu, auf etwas treten) und e, japanisch für Bild. Es handelt sich um Platten mit den Abbildungen von Jesus Christus oder der Gottesmutter Maria, die den Christen zur Zeit der Christenverfolgung in Japan vorgelegt wurden, damit sie - vor Zeugen - mit dem Fuß darauf treten, was als Zeichen der Verachtung und als Beweis der Abkehr vom christlichen Glauben galt. Oft war das die einzige Möglichkeit für Christen, ihr Leben zu retten. Wer nicht seinen christlichen Glauben widerrief, indem er öffentlich auf diese Fumie trat, widersetzte sich also den Behörden und musste schreckliche Marter und Tod ertragen.
Im Buch Silence von Shusaku Endo und der gleichnamigen Verfilmung von Martin Scorcese sind die Fumie erklärt.
mit Dank an Martina Berlin aus Berlin





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.02.2018

Quellen:
• https://www.parrocchiasantagata.com/rubriche/santi/658-ogasawara-genya-c
• http://bible.sakura.ne.jp/kirishitan/hosokawa-10A-E.htm

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.