Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Petrus Nolaskus

spanischer Name: Pedro Nolasco

Gedenktag katholisch: 6. Mai
Hochfest im Mercedarierorden: 13. Mai (?)
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Barcelona sowie in den Bistümern Sant Feliu de Llobregat und Terrassa: 29. Januar
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
: 28. Januar, Todestag: 25. Dezember

Name bedeutet: der Fels (griech. - latein.)

Ordensgründer
* um 1182 in Carcassonne (?) in Frankreich oder in Barcelona in Spanien
† 25. Dezember 1256
oder 13./14. Mai 1249 (?) in Barcelona in Spanien (?)


Francisco de Zurbarán: Der gekreuzigte Petrus erscheint seinem Namensvetter, 1629, im Nationalmuseum del Prado in Madrid
Francisco de Zurbarán: Der gekreuzigte Petrus erscheint seinem Namensvetter, 1629, im Nationalmuseum del Prado in Madrid

Petrus stammte der Überlieferung gemäß aus einem Rittergeschlecht, schloss sich mit 15 Jahren dem Kreuzzug gegen die Albingenser an, lebte dann am Hof von König Jakob I. von Aragón in Barcelona und war tätig beim Loskauf christlicher Gefangener und Sklaven aus den Händen der Muslimen, die damals noch weite Teile von Spanien beherrschten. Eine Erscheinung der Maria betrachtete er um 1220 als Aufforderung zur Gründung seines Ordens: er rief zusammen mit Raimund von Peñafort die Kongregation der Seligen Jungfrau Maria vom Loskauf der Gefangenen, den Mercedarierorden, nach seinem Gründer auch Nolasker-Orden genannt, ins Leben. 1235 wurde dieser Orden päpstlich anerkannt. Die Bestätigung war adressiert an den Magister und die Brüder des Hauses der heiligen Eulalia in Barcelona; damals hatte der Orden schon Besitztum in Barcelona, Gerona und Palma di Mallorca.

Nachdem Petrus im August 1237 auf dem Hügel von El Puig - heute El Puig de Santa Maria - nahe Valencia eine verdeckte Marienstatue entdeckte, gründete er hier 1238 ein weiteres Kloster; Niederlassungen des Ordens folgten noch im selben Jahr in Castellón de Ampurias sowie 1239 in Tortosa. Petrus sorgte für die finanzielle und personelle Ausstattung und leitete diesen Orden bis 1249. Mehrere hundert Christen verdankten ihm ihre Freiheit, die er der Überlieferung gemäß auch unter Einsatz seines eigenen Lebens bewirkte. Er selbst war mystisch begabt; außer vielen Marienerscheinungen wird auch eine Erscheinung des gekreuzigten Petrus berichtet.

Die Lebensdaten über Petrus sind ungenau, die Aufzeichnungen begannen erst im 15. Jahrhundert.

Kanonisation: Petrus wurde 1628 heiliggesprochen.
Patron der Gefangenen

Catholic Encyclopedia

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Das Kloster in El Puig de Santa Maria kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden von dienstags bis samstags jeweils um 10 Uhr, 11 Uhr, 12 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr, der Eintritt beträgt 4 €. (2016)





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren/Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Petrus Nolaskus

Wikipedia: Artikel über Petrus Nolaskus

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Jakob Bianconi
Hermann von Niederaltaich
Defendens und Gefährten


        Für Ihren Datenschutz: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.10.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.