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Ökumenisches Heiligenlexikon

Stephan Kaszap

italienischer Name: István

Gedenktag katholisch: 17. Dezember

Name bedeutet: die Krone (griech.)

Dulder, Novize
* 25. März 1916 in Székesfehérvár in Ungarn
† 17. Dezember 1935 in Budapest in Ungarn


István Kaszap
István Kaszap

Stephan Kaszap wurde als Sohn eines Postbeamten geboren und wuchs in einer behüteten, kinderreichen und frommen Familie auf. Er besuchte das Gymnasium bei den Zisterziensern, war Mitglied bei den Pfadfindern, sportlich als Eiskunstläufer und Geräteturner erfolgreich. Nach dem Abitur trat er 1934 in Budapest in den Jesuitenorden ein, getragen von einer starken Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu. Er begreift in diesem Bild sich von der Liebe Gottes getragen; seine Aufgabe sieht er darin, Gott zu dienen durch Liebe und Leiden.

Schon bald wurde Stephan von schweren Erkrankungen heimgesucht; bakterielle und viruelle Infektionen schwächten seinen Körper zunehmend. Im März 1935 musste er sich einer schweren Operation unterziehen, bei der mehrere Geschwüre entfernt wurden. Im November 1935 musste Stephan auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes das Noviziat der Jesuiten verlassen, er lebte nun wieder bei seiner Familie. Im Dezember musste er wieder nach Budapest ins Krankenhaus. Während seines Todeskampfes hielt Stefan sein Novizenkreuz in der einen Hand und in der anderen die Medaille der Mutter Gottes. Er starb ohne Beichten oder die letzte Ölung, da der Priester zu spät geholt wurde.

Nach Stephans Beerdigung in Székesfehérvár setzte schnell seine Verehrung als Heiliger ein. Menschen erfuhren sich nach dem Besuch an seinem Grab als geheilt. Der Pilgerstrom wurde derart stark, dass Stephan in die Vorhalle der Kirche Guter Hirte umgebettet wurde.

Kanonisation: 1942 wurde das Seligsprechungsverfahren für Stephan eingeleitet, es dauert an. Am 16. Dezember 2006 erkannte Papst Benedikt XVI. Stephan Kaszap den heroischen Tugendgrad zu.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.08.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Markus Späth, M.A. aus 31535 Neustadt am Rübenberge, E-Mail vom 3. August 2008