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Ökumenisches Heiligenlexikon

Villana de' Botti

Gedenktag katholisch: 29. Januar
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
Übertragung der Gebeine: 26. August

Name bedeutet: Frau vom Land (latein.)

Tertiarin, Mystikerin
* 1332 in Florenz in Italien
† 29. Januar 1361 daselbst


Villana de' Botti war die Tochter des reichen Kaufmanns Andrea di Messer Lapo delle Botti. Ein Jahr nach Villanas Geburt gab es in Florenz einen Aufstand der Bevölkerung, was zum Bankrott von Banken und wirtschaftlichem Niedergang führte; 1348 folgte eine Pestepidemie. Villana erkannte nach diesen Krisen wie manche ihrer Zeitgenossen ihre Neigung zu kontemplativem Leben und die Notwendigkeit der Buße, deshalb floh sie aus ihrem Elternhaus und versteckte sich in einem Frauenkloster. Ihr Vater holte sie zurück und verheiratete sie mit dem wohlhabenden Kaufmann Rosso di Piero di Stefano Benintendi. Villana führte nun wieder ein aufwändiges und an weltlichen Freuden ausgerichtetes Leben. Aber als sie sich eines Tages nach der Einkleidung für eine Abendgesellschaft im Spiegel betrachtete, sah sie darin nicht ihr Bild, sondern eine hässliche Teufelsgestalt; auch in einem zweiten und einem dritten Spiegel blickte ihr die schauderhafte Fratze entgegen. Erschrocken ging sie in die Kirche Santa Maria Novella, beichtete und trat als Tertiarin dem Dominikanerorden bei. Sie widmete nun ihre freie Zeit dem Gebet, empfing häufig die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23., las in der Bibel - besonders die Briefe von Paulus - sowie in Heiligenlegenden und gab reichliche Almosen. Einmal trug sie einen armen Kranken, den sie auf dem Wege getroffen hatte, auf den eigenen Schultern ins Spital. Sie bekehrte ihren Mann und ihren Vater, immer häufiger geriet sie Ekstase.

Bernardo Rossellino: Grabmal für Villana, 1451, in der Kirche Santa Maria Novella in Florenz
Bernardo Rossellino: Grabmal für Villana, 1451, in der Kirche Santa Maria Novella in Florenz Foto: sailko

Neider erweckten Feindseligkeiten gegen Villana, verleumderische Zungen griffen ihre Ehre und ihre Unschuld an, unerklärliche körperliche Leiden und Krankheiten schwächten ihre Kräfte, aber sie ertrug alles mit Geduld. Zum Trost wurden ihr Erscheinungen von Maria und Heiligen zuteil und sie erhielt die Gabe der Weissagung.

Villana wurde im Habit der Dominikanertertiarinnen in der Kirche Santa Maria Novella in Florenz bestattet, nachdem sie zuvor 37 Tage lang aufgebahrt worden war, weil große Volksmengen sich von ihr verabschieden wollten. 1569 wurden ihre Gebeine übertragen.

Kanonisation: Villana de' Botti wurde am 27. März 1824 durch Papst Leo XII. seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 31.08.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/Villana_de%27_Botti
• https://en.wikipedia.org/wiki/Villana_de%27_Botti

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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