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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

2. Oktober

1. † Gedenktag der heiligen Schutzengel, die von Gott geschaffen und berufen, um die Herrlichkeit des Antlitzes Gottes zu betrachten, denen aber vom Herrn auch Menschen anvertraut wurden, damit sie ihnen durch ihre zwar unsichtbare, aber fürsorgende Gegenwart Beistand und guten Rat erteilen. Ihr Fest wurde 1667 von Papst Klemens IX., auf Bitten Kaiser Leopold I., auf den 1. Sonntag im September für den Bereich des Römisch-Deutschen Reiches und von Klemens X. 1670 für die ganze Kirche auf den 2. Oktober eingeführt.

2. † an einem 2. Oktober um 303, wurde in Nikomedien, Izmit, zum Märtyrer, der heilige Eleutherius, Ελευθηριος Freierer Mann, der nach der Legende Soldat und gemeinsam mit mehreren Gefährten für Christus sein Leben gegeben haben soll.

3. † an einem 2. Oktober um 660, entschlief in Numancia in Cartagena, Spanien, der heilige Eremit Saturio de Numancia, der ein heiliges Leben geführt hat in Soria, zwischen Zaragoza und Valadolid.

4. † am Sonntag, dem 2. Oktober 679, wurde in Sarcing bei Fécamp, an der Somme in Artois, umgebracht, der heilige Bischof und Märtyrer Leodegar, Saint Leger, Luitgar, Sohn der heiligen Sigrada von Soissons (4. August um 680/-), war Abt des vom heiligen Maxentius (26. Juni um 515/4) gegründeten und nach diesem benannten Kloster Saint-Maixent und führte dort die Benediktusregel ein. 663 wurde er Bischof von Autun. In den Machtkämpfen des Hofmeiers Ebroin fiel er in Ungnade; als bei dessen Belagerung von Autun in der Stadt eine Hungersnot drohte, ergab der Bischof sich freiwillig und rettete so seine Stadt; ihm wurden die Augen mit Feuer ausgebrannt und die Zunge abgeschnitten. Ebroin rief eine SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. zusammen und ließ ihn als des Priesteramtes unwürdig absetzen und in einem Schwesternkloster in Luxeuil einsperren. Erhalten ist ein Brief, in dem er seiner Mutter über diese Ereignisse berichtet. Zwei Jahre später ließ er ihn im Wald nahe Fécamp ermorden. Nach dem Sturz Ebroins trat wieder eine Synode zusammen, rehabilitierte ihn und verlieh ihm den Titel Märtyrer. Auch sein Bruder, der heilige Gerinus, Saint-Gérin, Warinus von Arras (25. August 677; wohl zusammen mit seinem Bruder am heutigen Datum 2. Oktober/4), war von Ebroins Leuten zu Tode gesteinigt worden. Er ist Patron des Bistums Autun, auch des Kanton Luzern und des Klosters Wessobrunn.

5. † am Dienstag, dem 2. Oktober 725, entschlief in Andage, heute Saint-Hubert, in den Ardennen, der heilige Beregius, Beregisius, Saint Bergis, Mönch von Saint-Trond in Limbourg, der das Kloster Andage gründen konnte durch die großzügige Hilfe des Pipin d’Héristal, der über diesen Teil der Ardennen regierte.

6. † an einem 2. Oktober um 760, entschlief in seiner Einsiedelei in Rätien, der heilige Bischof Ursicinus von Chur, der vorher das Kloster Disentis gegründet hatte und als dessen Abt auch geleitet hatte. Er verzichtete auf sein Bischofsamt und zog sich in die Einsamkeit zurück.

7. † an einem 2. Oktober um 795 entschlief in Konstantinopel, der heilige Mönch Theophilos, Θεοφιλος , Gottlieb, ein Mönch aus Bulgarien, der in seinem Kloster nach der Regel des heiligen Benedikt lebte, der zur Zeit des Bildersturms unter Leo dem Isaurier grausam verprügelt und in die Verbannung geschickt wurde.

8. † Am 2. Oktober 1622 in Nagasaki, die seligen Märtyrer Louis Yakichi und seine Ehefrau Lucia und ihre Söhne Andreas und Franciscus; der Vater wurde lebendig verbrannt, zu gleicher Zeit seine Frau und die Söhne enthauptet.
Siehe auch 10. September 11/111 - 114

9. † am Donnerstag, dem 2. Oktober 1794, ging auf dem Gefangenenschiff Washington vor Rochefort, der selige Priester und Märtyrer Georges Edmond René, Chanoine in Vezelay, Diözese Sens.
Siehe auch 27. August, 16/60

10. † am Donnerstag, dem 2. Oktober 1879, entschlief in Lyon, der selige Priester Antoine Chevrier, der Gründer der Prado, genannten Werkes der Vorsehung, famille spirituelle de prêtres séculiers soeurs et frères Prado, in der sich hauptsächlich Priester, außerdem Männer und Frauen, dazu verpflichten, armen Jugendlichen den christlichen Glauben näher zu bringen.

11. † am Donnerstag, dem 2. Oktober 1912, entschlief in Fianarantsóe auf Madagaskar, der selige polnische Priester und Jesuit Jan Beyzym, 62 J., geboren in Beyzymy Wielke, Wolyn, der das Gymnasium in Kiew besuchte, bei den Jesuiten in Stara Wies bei Brzozow eintrat, in Krakau 1881 die Priesterweihe empfing und in der Jesuiten-Ausbildung in Tarnopol und Chyrow tätig war. 48-jährig ging sein Wunsch in Erfüllung und er wurde ausgesandt nach Madagaskar, als Aussätzigen-Pfleger. Er gründete 1898 in Ambahivoraka, nahe der Hauptstadt Antananarive, ein Aussätzigenspital unter dem Namen des heiligen Kamillus (14. Juli 1614/1), später 1902 ein Zentrum für Aussätzige in Marana, bei Fianarantsoa, das unter den Schutz Unserer Lieben Frau von Tchenstochau gestellt ist. Er entschlief dort erschöpft am 2. Oktober 1912. Am 18. August 2002 wurde er in Krakau von Papst Johannes-Paul II. seliggesprochen.
Siehe auch 17. September/12

12. † am Freitag, dem 2. Oktober 1936, wurden in Castellon de la Plana, an der Mittelmeerküste, für Christus ermordet
• der selige Priester und Märtyrer Francisco Carceller Galindo, Piaristenbruder, Scalopio, und
• der selige Priester und Märtyrer Isidor Bover Oliver aus der Bruderschaft der Diözesan-Arbeitspriester;
beide wurden aus Hass gegen die Kirche verhaftet und vor der Friedhofsmauer erschossen.
Siehe 25. Juli, 18/11 und 23. Juli, 10/8.

13. † am selben Freitag, dem 2. Oktober 1936, wurden im Dorf Sax bei Lucente, Alicante, für Christus umgebracht, die beiden Brüder
• der selige Priester und Märtyrer Elias Carbonell Moll, 66 J., der 1893 die Priesterweihe empfing und sein ganzes Leben in seiner Heimat Cocentaina als Hilfsgeistlicher wirkte; und
• der selige Priester und Märtyrer Juan Bautista Carbonell Mollà, 62 J., der 1898 die Priesterweihe empfing und ebenfalls als Hilfsgeistlicher in seiner Pfarrei wirkte, nebenbei auch als Organist.
Siehe auch 29. Dezember, 11/164 - 165

14. † am selben Freitag, dem 2. Oktober 1936, wurde im Dorf Silla, Valencia, für Christus ermordet, die selige Jungfrau und Märtyrin Maria Guadalupe, Maria Francisca Ricart Olmos, 55 J., die 16-jährig bei den Servitinnen in Valencia Aufnahme fand und in ihrem Klosterleben zeitweise Novizenmeisterin und Priorin gewesen ist. Wegen der Revolution haben die Schwestern ihr Kloster verlassen müssen und bei Verwandten Zuflucht gesucht; Schwester Maria wurde wohl verraten, dann gefangen und bald darauf hingerichtet.
Siehe 29. Dezember, 11/167.

15. † am Freitag, dem 2. Oktober 1942, erlag im Kerker von Ivano-Frankivsk in Stanislawów, ihren Entbehrungen, die selige Jungfrau und Märtyrin Maria Antonina, Maria-Anna Kratochwil, 61 J., Schulschwester Unserer Lieben Frau, die noch im Kerker jüdische Mädchen soweit möglich getröstet hat.
Siehe 29. Dezember, 11/76

Basel: Leodegar: 4


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.09.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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