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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

7. Oktober

1.Rosenkranzfest. Gedenktag Unserer Lieben Frau, der Allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, vom Heiligen Rosenkranz. Durch das Rosenkranzgebet bittet die Kirche um den Beistand Mariens, bei der Betrachtung der Geheimnisse Christi und um die Verwirklichung der in diesen Geheimnissen enthaltenen Heilsbotschaften. In Erinnerung an die 150 Psalmen werden 150 Ave Maria in Zehnergruppen auf 15 Geheimnisse verteilt, je fünf freudenreiche, schmerzreiche und glorreiche. Seit dem 15. Jahrhundert wurde das Rosenkranzgebet besonders durch die Orden der Dominikaner und Jesuiten verbreitet. Es wurde als Waffe der Kirche gegen die Europa bedrohende Verbreitung des Islam durch das Türkische Reich eingesetzt; der Sieg in der Seeschlacht bei Lepanto, am 7. Oktober 1571, führte zur Einführung des Festes am heutigen Tag; der Sieg gegen die Belagerung von Wien, am 12. September 1683, führte zur Einführung des Festes Maria Namen; der Sieg über die Türken bei Peterwardein in Ungarn, am 5. August 1716, führte dazu, dass das Fest vom 7. Oktober für die gesamte Kirche vorgeschrieben wurde. Papst Johannes-Paul II. hat in seinem Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Mariae vom 16. Oktober 2002 zwei bedeutsame Änderungen vorgenommen, indem er die Rosenkranzfeste und deren Anlass überhaupt nicht mehr erwähnt hat und außerdem zusätzlich fünf lichtreiche Geheimnisse
(Die Taufe Jesu im Jordan
Die Selbstoffenbarung Jesu bei der Hochzeit zu Kana
Die Verkündigung des Reiches Gottes mit dem Aufruf zur Umkehr
Jesu Verklärung auf dem Berg Tabor
Die Einsetzung der heiligen EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23.
)
neu eingeführt hat, also auch den traditionellen Rahmen der Psalmenzahl 150 verlassen hat. Ziel der Enzyklika ist aber nachdrücklich die Förderung des Rosenkranzbetens.

2. † an einem 7. Oktober um 304, wurde in Capua in der Campania zum Märtyrer, der heilige Marcellus.

3. † an einem 7. Oktober um 304 wurde in Padua zur Märtyrin, die heilige Jungfrau Justina.

4. † an einem 7. Oktober um 304 wurden zu Märtyrern in Resaph in Nord-Syrien, heute eine Ruinenstätte etwa 200 km östlich von Aleppo, die heiligen römischen Offiziere Sergius und Bacchus. Sie dienten bei den Grenztruppen und wurden zusammen verhaftet, weil sie Gott mehr gehorchten als dem Kaiser. Bacchus war secundarius, er wurde zu Tode gegeißelt; Sergius war primicerius, er wurde gefoltert und schließlich enthauptet.

5. † am Donnerstag, dem 7. Oktober 336, entschlief in Rom der heilige Papst Marcus, der erst seit dem 18. Januar 336 im Amt war. Er war Römer und Bischof eines Teils von Rom. Er erbaute Juxta Pallacinis zu Ehren seines Namenspatrons des Evangelisten Markus eine Kirche, heute San Marco am Fuß des Capitols, an der Piazza Venezia, und die Basilika Santa Balbina auf dem Coemeterium Balbinae an der Via Ardeatina, wo er auch begraben worden ist. Dort befindet sich seine Grabschrift:

Insons uita fuit Marci quam nouimus omnes
plenus amore dei posset qui temnere mundum
actis monstrauit populus quod disceret omnis
grandis honor uitae grandis contemptus habendi
at maior uirtus tenuit penetralia cordis
iustitiae custos Christi perfectus amicus
nunc auget Damasus tumulum cum reddit honorem
Schuldlos war des Markus Leben, das wir alle gekannt haben;
der voll der Liebe zu Gott, die Welt verachten konnte,
zeigte durch die Tat, was das ganze Volk von ihm lernen sollte.
Groß war seine Würde im Leben, groß auch die Verachtung von Besitz;
aber noch größer die Tugend, die in seinem Herzen wohnte;
er war Beschützer der Gerechtigkeit, vollkommener Freund Christi.
Nun schmückt Damasus die Gruft ihm zu Ehren.

Siehe auch 29. Juni, 1/34

6. † am Donnerstag, dem 7. Oktober 560, entschlief bei Bourges in der Aquitaine, der heilige Priester und Abt Augustus, Saint Auguste, Gustav, Saint Août, der, wie der heilige Gregor von Tours (17. November 594/7) berichtet, ganz gekrümmt an Armen und Beinen war, so dass er nur auf Knien und Ellbogen sich fortbewegen konnte, aber vom heiligen Martin (11. November 397/1) geheilt, Mönch geworden ist und Mönche um sich gesammelt hat. Bischof Probianus von Bourges ernannte ihn zum Abt des von ihm nahe der Stadt gegründeten Klosters Saint Symphorien. Durch eine Vision entdeckte er das Grab des heiligen Ursinus (9. November, 3. Jahrhundert/2), des ersten Bischofs von Bourges.

7. † an einem 7. Oktober nach 596, entschlief in Saintes, der heilige Bischof Palladius, Saint Palais. Der heilige Gregor von Tours (17. November 594/7) berichtet über ihn. Er nahm teil an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Mâcon. Von Papst Gregor dem Großen (12. März 604/6) ist ein Brief an ihn erhalten, in dem er ihm Missionare für England, die er über Saintes schickt, empfiehlt. Über dem Grab des heiligen Bischofs Eutropius (30. April, 3. Jahrhundert/3), des ersten Bischofs von Saintes, errichtete er eine Basilika.

8. † am Dienstag, dem 7. Oktober 1152, entschlief im Zisterzienserkloster in Léon, Spanien, der selige Abt Martin, auch Cid, Herr, genannt, der das Kloster gegründet und dem Zisterzienserorden angegliedert hat.

9. † am Dienstag, dem 7. Oktober 1794, erlag seinen Entbehrungen auf dem Gefangenenschiff Washington vor Rochefort, der selige Priester und Märtyrer Jean Hunot, 52 J., Priester der Erzdiözese Sens, Kanoniker.
Siehe auch 27. August, 16/62.

10. † am Mittwoch, dem 7. Oktober 1936, wurde in seinem Heimatdorf Benaguacil, Valencia, grausam ermordet, der selige Märtyrer José Llosà Balaguer, 35 J., Bruder im Drittorden der Kapuziner von der Schmerzhaften Muttergottes.
Siehe auch 29. Dezember, 11/171


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.09.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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