Ökumenisches Heiligenlexikon

Alberich Rabensteiner

Taufname: Alois

1 Gedenktag katholisch: 2. April

Name bedeutet: Herrscher über die Elfen (althochdt.)

Priester, Prior, Märtyrer
* 28. Januar 1875 in Villanders bei Brixen / Bressanone in Südtirol in Italien
1. April 1945 in Wiener Neustadt in Österreich


Alberich Rabensteiners Geburtshaus in Villanders
Alberich Rabensteiners Geburtshaus in Villanders Foto: Hajotthu

Alois Rabensteiner trat 1898 ins Kloster Heiligenkreuz der Zisterzienser ein mit dem Ordensnamen Alberich und wurde 1903 zum Priester geweiht. 1905 kam er als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. ans Pfarramt des Stiftes Neukloster in Wiener Neustadt und gründete dort die Ortsgruppe der Marianischen Kongregation, deren Ziel ein Leben und Glauben nach den Grundsätzen von Ignatius von Loyola ist. Nach anderen Pfarreien und dem Militärdienst wurde Rabensteiner 1918 Prior und Stiftspfarrer des Neuklosters, ab 1922 war er zudem Dechant des Dekanats Wiener Neustadt. Um 1930 leitete er den Bau einer Wohnungsanlage mit 200 Wohnungen zur Linderung der Wohnungsnot. Rabensteiner lebte aus einer tiefen eucharistischenDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. und marianischen Frömmigkeit. Während der zahlreichen Luftangriffe auf Wiener Neustadt starben im Februar und März 1945 viele Menschen; viele andere flüchteten aus der Stadt, Rabensteiner blieb und wirkte bis zuletzt als Seelsorger. Am Ostermontag, dem 2. April 1945, nahm die Rote Armee der Sowjetunion die Stadt nach heftigen Kämpfen ein. Rabensteiner barg Leichen von gefallenen deutschen Soldaten von der Straße neben seinem Kloster, um zu verhindern, dass sie von den anrückenden Panzern überrollt würden; in seiner Kirche wurde er dann vor dem Benedikt geweihten Altar erschossen aufgefunden.

Rabensteiner wurde mit Genehmigung des russischen Stadtkommandanten im Kreuzgang des Stiftes Neukloster in Wiener Neustadt bestattet.





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD

Euro    Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon


Seite zum Ausdruck optimiert Unser Reise-Blog:
 
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.


Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Johannes Tauler
Hamundus von Sherborne
Luigi Biraghi


Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.01.2026

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Alberich_Rabensteiner - abgerufen am 23.01.2026
• Martyrologium Sancrucense. Heiligenverzeichnis für das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. 4. Aufl., Heiligenkreuz 2011

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.