Ökumenisches Heiligenlexikon

Antonius Daveluy und Gefährten

französischer Name: Antoine
eigentlich: Marie-Nicolas-Antoine

1 Gedenktag katholisch: 20. September
Todestag: 30. März

Name bedeutet: der vorne Stehende (latein.: aus dem Geschlecht der Antonier)

Bischof, Märtyrer
* 16. März 1818 in Amiens in Frankreich
30. März 1866 in Boryeong in Korea


Maria Nikolaus Antonius Daveluy, Sohn eines Fabrikbesitzers und Stadtrates, wurde in der Kirche Saint-Leu in Amiens getauft. Er studierte ab 1834 am Priesterseminar Saint-Sulpice in Issy-les-Moulineaux bei Paris und wurde 1841 zum Priester geweiht; auch zwei seiner Brüder wurden Priester. 1843 trat er der Pariser Gesellschaft für Auslandsmissionen bei und reiste ab zum Missionseinsatz. Von Macau aus reiste er mit Andreas Kim Taegon nach Korea, wo er im Oktober 1846 ankam. Dort verfasste er ein französisch - koreanisches Wörterbuch, eine Geschichte des Katholizismus in Korea, Unterrichtsmaterial für Taufbewerber und übersetzte mehrere Werke ins Koreanische. 1848 wurde er Rektor des Priesterseminars. Im November 1855 ernannte Papst Pius IX. ihn zum Koadjutorbischof von Simeon Franziskus Berneux und Titularbischof von Akko. Um 1858 erforschte und verfasste Daveluy Biografien der Märtyrer und Bekenner Koreas. 1865 und 1866 unternahm er Missionsreisen, bei denen er viele Menschen zum katholischen Glauben brachte. Nach dem Märtyrertod von Simeon Franziskus Berneux wurde er am 8. März 1866 dessen Nachfolger als Apostolischer Vikar von Korea. Schon drei Tage später wurde er verhaftet, dann gefoltert, schließlich am Karfreitag auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Zusammen mit Maria Nikolaus Antonius Daveluy starben:

Petrus Aumaître (französischer Name: Pierre), * am 8. April 1837 in Aizecq in der Charente, ältestes von fünf Kindern einer Bauernfamilie, trat 1857 ins Seminar der Gesellschaft für Auslandsmissionen in Paris ein und wurde 1862 zum Priester geweiht. Im August 1862 reiste er zum Missionseinsatz nach Korea und kam im Juni 1863 an. Er studierte die Sprache und arbeitete dann in der Gegend um Hwaseong in der Provinz Gyeonggi und mit Maria Nikolaus Antonius Daveluy und Simeon Franziskus Berneux zusammen. Um seine Gemeindemitglieder vor Verhören und Misshandlungen durch die Behörden zu schützen, stellte er sich im März 1866 den Behörden. Er wurde nach Seoul gebracht, inhaftiert, gefoltert und schließlich am Karfreitag 1866 auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Martin Lukas Huin, * am 20. Oktober 1836 in Guyonvelle bei Langres, eines von zehn Kindern einer Winzerfamilie, begann 1851 Theologie zu studieren. Er wurde 1861 zum Priester geweiht und trat 1863 der Pariser Gesellschaft für Auslandsmissionen bei. 1864 wurde er zur Mission nach Korea ausgesandt und arbeitete dann zusammen mit Maria Nikolaus Antonius Daveluy zusammen. Am 12. März 1866 wurde er im Zuge der Christenverfolgungen verhaftet, in Seoul inhaftiert und schließlich am Karfreitag 1866 auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Joseph Chang Chu-gi, * 1803 in Suwon in Korea, war ein Sohn einer wohlhabende Familie. Er heiratete, konvertierte zum Christentum und wurde mit 26 Jahren zusammen mit seiner gesamten Familie getauft. Er wirkte dann als Katechet und unterrichtete zunächst in seinem Haus, später in einem kleinen Gebäude, das er eigens dafür in Paeron bei Jecheon gekauft hatte. Um der staatlichen Christenverfolgung zu entgehen, versteckte er sich wiederholt in den Bergen. Als Simeon Franziskus Berneux das Priesterseminar in Paeron errichten ließ, stellte er sein Haus zur Verfügung, arbeitete in der Verwaltung mit und bewirtschaftete mit seiner Frau einen Bauernhof, um die Seminaristen zu ernähren. Im März 1866 wurden die beiden verhaftet, aber ein örtlicher Beamter erwirkte ihre Freilassung, doch fünf Tage später wurde Joseph erneut festgenommen. Vor Gericht bekannte er sich zum Christentum, zur Unterstützung der Missionare und zum Besitz des Gebäudes; deshalb wurde er eingesperrt, gefoltert und schließlich am Karfreitag 1866 auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Thomas Son Cha-son war Katechet und wurde am Karfreitag 1866 auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Lukas Hwang Sok-tu, * 1813 in Yeonpung in Chungcheongbuk-do in Korea, war das einzige Kind einer wohlhabenden Familie. Er lernte das Christentum kennen durch die Begegnung mit einer Person auf dem Weg zu seinem Studium in Seoul. Er konvertierte, heiratete und arbeitete als Lehrer für chinesische Literatur und als Katechet. Er war Mitautor einiger Werke von Simeon Franziskus Berneux und persönlicher Assistent von Maria Nikolaus Antonius Daveluy. Wegen seines Glaubens wurde er inhaftiert und schließlich am Karfreitag 1866 auf dem Marinestützpunkt Galmaemot in Boryeong enthauptet.

Dier Leichname von Maria Nikolaus Antonius Daveluy und seinen Gefährten wurden am Hinrichtungsort in Boryeong im Sand verscharrt. Später wurden Gebeine geborgen und in die Kathedrale nach Seoul gebracht. Einige Reliquien kamen ins Seminar für Auslandsmissionen nach Paris.

Kanonisation: Antonius Daveluy, seine Gefährten und weitere 18 Märtyrer von Korea wurden am 6. Oktober 1968 von Papst Paul VI. seliggesprochen und am 6. Mai 1984 zusammen mit 97 weiteren koreanischen Märtyrern von Papst Johannes Paul II. bei der ersten Feier zur Kanonisation, die nicht in Rom stattfand, in Seoul heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 11.01.2026

Quellen:
• https://catholicsaints.info/saint-marie-nicolas-antoine-daveluy - abgerufen am 11.01.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Antoine_Daveluy - abgerufen am 11.01.2026
• https://catholicsaints.info/saint-pierre-aumaitre - abgerufen am 11.01.2026
• https://catholicsaints.info/saint-martin-luc-huin - abgerufen am 11.01.2026
• https://catholicsaints.info/saint-iosephus-chang-chu-gi - abgerufen am 11.01.2026
• https://catholicsaints.info/saint-lucas-hwang-sok-tu - abgerufen am 11.01.2026
• https://www.santiebeati.it/dettaglio/47770 - abgerufen am 11.01.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.