Ökumenisches Heiligenlexikon

Daniel Brottier

1 Gedenktag katholisch: 28. Februar
nicht gebotener Gedenktag bei den Spiritanern

Name bedeutet: mein Richter ist Gott (hebr.)

Priester, Mönch
* 7. September 1876 in La Ferté-St-Cyr in Frankreich
28. Februar 1936 in Auteuil, heute Stadtteil im 16. Arrondissement von Paris in Frankreich


Daniel Brottier als junger Priester, Bild in der Kapelle der „Fondation des apprentis d'Auteuil” im Pariser Stadtteil Auteuil
Daniel Brottier als junger Priester, Bild in der Kapelle der Fondation des apprentis d'Auteuil im Pariser Stadtteil Auteuil

Daniel Brottier war == Spiritaner. 1899 wurde er zum Priester geweiht und wirkte dann als Lehrer am Kolleg in Pontlevoy. 1902 trat er der Kongregation der == Spiritaner bei, 1903 ging er zur Mission nach Saint-Louis in den Senegal, wo er Jugendarbeit betrieb. 1911 musste er aus gesundheitlichen Gründen in die Heimat zurückkehren, wurde zum Apostolischen Vikar von Dakar im Senegal ernannt und warb nun in Frankreich um Spenden für den Bau der dortigen Kathedrale; an deren Einweihung kurz vor seinem Tod konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr teilnehmen.

Gebäude der „Fondation des apprentis d'Auteuil” im Pariser Stadtteil Auteuil
Gebäude der Fondation des apprentis d'Auteuil im Pariser Stadtteil Auteuil

Nach dem Dienst als Soldat im 1. Weltkrieg als Soldat und dafür mit Auszeichnung versehen, brachte er ab 1923 brachte Brottier in Auteuil - dem heutigen Stadtteil von Paris - als Direktor die Fondation des orphelins apprentis d'Auteuil, die Stiftung für verwaiste Lehrlinge von Auteil, zu großer Blüte; sie kümmert sich noch heute um Tausende von Jugendlichen - nicht nur Waisen - aus aller Welt.

Statue, 2009, im Garten der „Fondation des apprentis d'Auteuil” in Paris
Statue, 2009, im Garten der Fondation des apprentis d'Auteuil in Paris

Das Grab von Daniel Brottier ist in der Kapelle der Fondation des apprentis d'Auteuil im Pariser Stadtteil Auteuil.

Kanonisation: Papst Johannes Paul II. sprach Daniel Brottier am 25. November 1984 selig.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.05.2026

Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 2. Christiana, Stein am Rhein, 1992
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XX, Nordhausen 2002

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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