Ökumenisches Heiligenlexikon

Ludwig und Zäzilia Martin

französische Namen: Louis und Zélie

2 Gedenktag katholisch: 12. Juli

Name bedeutet: L: berühmter Krieger (althochdt.)
Z: die Blinde oder: aus der (altrömischen) Familie der Cäcilier (latein.)

Eltern
Ludwig: * 22. August 1823 in Bordeaux in Frankreich
29. Juli 1894 im Schloss La Musse bei Évreux in Frankreich
Zäzilia * 23. Dezember 1831 in Saint-Denis-sur-Sarthon in Frankreich
28. August 1877 in Alençon in Frankreich


Ludwig Martin
Ludwig Martin

Ludwig Joseph Aloys Stanislaus Martin Louis Martin wollte den Augustiner-Chorherren auf dem Großen St. Bernhard beitreten, wurde dort jedoch wegen fehlender Lateinkenntnisse abgewiesen. Er wurde Uhrmacher und Juwelier und heiratete 1858 die Spitzenhändlerin Maria Azélie (Zélie) Guérin. Diese hatte eigentlich Vinzentinerin werden wollen, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen nicht aufgenommen. Das Paar bekam neun Kinder, von denen nur fünf der Töchter das Erwachsenenalter erreichten, als erstes == Marie-Louise, als letztes Marie-Françoise.

Büsten in der Basilika in Lisieux
Büsten in der Basilika in Lisieux

Marie Azélie Guérin Martin starb schon im Alter von 45 Jahren an Brustkrebs, der Vater verkaufte daraufhin deren Spitzenhandelsgeschäft und zog mit seinen Kindern zur Familie seines Schwagers in idr Villa Les Buissonnets nach Lisieux in der Normandie. Dort machte der fromme Mann der Kathedrale große Schenkungen. Die Töchter Pauline, Marie-Louise, Marie-Françoise und Céline traten zusammen mit einer ihrer Cousinen ins Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Lisieux ein. Tochter Léonie wurde zunächst Klarissin, lebte dann einige Zeit wieder zuhause und trat später den Visitantinnen bei. 1889 erlitt Louis Martin zwei Schlaganfälle, lebte dann drei Jahre im Hospiz Bon Saveur - heute Sitz der Kulturdirektion - in Caen und ab 1892 wieder zuhause in Liseux, wo ihn seine Töchter Céline und Léonie bis zu seinem Tod pflegten.

Kanonisation: 1994 stellte Papst Johannes Paul II. das Vorliegen heroischer Tugenden bei dem Ehepaar fest und erklärte sie zu ehrwürdigen Dienern Gottes. Am 19. Oktober 2008 wurden sie in der Thérèse geweihten Basilika in Lisieux im Auftrag von Papst Benedikt XVI. als zweites Ehepaar überhaupt nach den 2001 seliggesprochen italienischen Eheleuten Alois Beltrame Quattrocchi und Maria Corsini Beltrame Quattrocchi seliggesprochen. Die Heiligsprechung fand am 18. Oktober 2015 während der Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie statt.

Das Wohnhaus der Familie in Lisieux ist Museum, es ist von April bis September täglich von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18 Uhr - im Winter nur bis 17 Uhr - geöffnet. (2026)
Die Kathedrale in Lisieux ist täglich von 9.30 Uhr bis 18.45 Uhr geöffnet. (2026)



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.06.2026

Quellen:
• https://www.therese-de-lisieux.catholique.fr/lhistoire/histoire-louis-zelie - abgerufen am 28.08.2025

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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