Petrus der Einsiedler
französischer Name: Pierre
auch: von Amiens
Gedenktag katholisch: 8. Juli
Name bedeutet: der Fels (latein.)
Petrus war Soldat, möglicherweise lebte er zeitweise als Einsiedler. Bereits bevor Papst Urban II. 1095 zum 1. Kreuzzug aufrief, unternahm Petrus eine Pilgerreise nach Jerusalem, aber er wurde schon in Kleinasien von den Seldschuken abgefangen, misshandelt und zurückgeschickt. Er wurde dann zum Initiator des Kreuzugs der Armen, an dem sich Tausende begeisterter, aber militärisch unerfahrener Abenteurer beteiligten. Petrus predigte dafür in der Gegend um Orléans, in der Champagne und in Lothringen und zog dann nach Köln, wo er am Karsamstag 1096 eintraf mit schätzungsweise 15.000 Anhängern. Am Ende der Osterwoche setzten sie sich in Bewegung und erreichten Anfang August Konstantinopel - das heutige Ístanbul. Sie drangen nach Kleinasien vor, dort wurde der Zug am 21. Oktober von den Seldschuken aber vollständig aufgerieben. Peter entging dem Massaker, schloss sich dann den nun nachkommenden Rittern des 1. Kreuzzugs an und erreichte mit ihnen auch Jerusalem, spielte jedoch keine Führungsrolle mehr. Nach Beendigung des Kreuzzugs kehrte er in seine Heimat zurück und gründete um 1100 das damalige Kloster Neufmoustier in Huy. Er starb in seinem Kloster.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 28.05.2026
Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_der_Einsiedler - abgerufen am 28.05.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_du_Neufmoustier - abgerufen am 28.05.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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