Sundar Singh
in Panjabi: ਸਾਧੂ ਸੁੰਦਰ ਸਿੰਘ;
Gedenktag evangelisch: 16. April
Gedenktag anglikanisch: 19. Juni
Name bedeutet: der Schöne (Sanskrit)
Sundar Singh war Sohn einer wohlhabender Familie. Sein Vater war Sikh, seine Mutter Hindu. Beim Besuch der
Ewing Christian High School in Ludhiana, wo er
Englisch lernen sollte, kam er mit dem Christentum in Berührung, das er zunächst ablehnte, aber nach einer Lebenskrise und
einer dann im Alter von 15 Jahren empfangenen Vision offenbarte er seinem Vater - seine Mutter war inzwischen gestorben -,
dass er als Missionar der Botschaft Jesus Christi widmen wolle. Sein Vater
verstieß ihn daraufhin, sein Bruder versuchte, ihn zu vergiften. Er trennte sich von seiner Familie und wurde an seinem
16. Geburtstag in der anglikanischen
Christ Church in Shimla im Bundesstaat Himachal
Pradesh getauft. Er lebte nun ohne Besitz streng asketisch und empfing zahlreiche Visionen.
Seine Hauptaufgabe sah er darin, durch die Dörfer zu ziehen und das Evangelium zu verkünden, dafür reiste er mehrfach ins
Himalaya-Gebirge und bis nach Tibet. Diese entbehrungsreichen
Reisen brachte ihm den Beinamen Apostel mit den blutenden Füßen
ein. Viele seiner Landsleute bekehrte er zum
Christentum. Nach einer Vortragsreise in Südindien wurde er eingeladen und reiste über Burma / Myanmar nach
Singapur, in chinesische Großstädte und bis nach
Japan. 1919 bis 1922 bereiste er Asien, Europa, die USA und Australien und kritisierte den westlichen Materialismus und seine
mangelnde Spiritualität.
Ab 1922 missionierte Sundar Singh wieder in Indien. Er söhnte sich mit seinem Vater aus, der ihm nach seinem Tod Geld vermachte, mit dem er ein kleines Haus in Subathu bei Shimla kaufen konnte. Dort verfasste er von 1925 bis 1927 mehrere Bücher über christliche Spiritualität. 1929 trat er wieder eine Reise nach Tibet an, kam dort aber nicht an und ist bis heute verschollen; auch Suchexpeditionen blieben ohne Erfolg.
Sundar Singhs Verkündigung basierte ganz in den Traditionen des indischen Kulturkreises; er verzichtete auf westliche
Philosophie und erreichte dadurch gerade die einfachen Menschen. Viele sagten: Er sieht nicht nur aus wie Jesus, er spricht
auch so, wie Jesus gesprochen haben muss.
Er fühlte sich keiner Konfession angehörig und versuchte auch nicht, eine eigene
Kirche zu gründen, sondern pflegte Gemeinschaft mit Christen aller Konfessionen.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 13.08.2026
Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Sundar_Singh - abgerufen am 13.08.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Sundar_Singh - abgerufen am 13.08.2026
• https://sadhusundarsingh.org - abgerufen am 13.08.2026
• https://livres-mystiques.com/partieTEXTES/SundarSing/bibliog.html - abgerufen am 13.08.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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