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Agostino Bonisoli: Carlo
Borromäus (links) und Luigi Gonzaga beten zur Jungfrau Maria,
um 1695, im Museum in Mantua

Luigi, Erbprinz des Markgrafen de Gonzaga, wurde von seiner Mutter fromm erzogen. Ab seinem zehnten Lebensjahr war er als Page am florentinischen Hof der Medici in Brescia, ab 1581 am Hof von König Philipp II. in Madrid tätig. Er lernte nicht nur die führenden Leute seiner Zeit kennen, sondern auch die Sittenlosigkeit, Brutalität und Frivolität der führenden Schicht. Aus Protest dagegen gelobte er - der Überlieferung nach im Alter von zehn Jahren - ewige Keuschheit. Unter dem Einfluss von Kardinal Carlo Borromäus trat er 1585 seine Erbschaftsansprüche an seinen jüngeren Bruder ab und in Rom in den Jesuitenorden ein - gegen den Willen des Vaters, weil der in diesem Orden keine Chance sah, dass sein Sohn zu Kardinalsehren kommen könne.
In Rom, begann Aloisius sein Noviziat bei den Jesuiten, zwei Jahre später legte er seine Gelübde ab. Auch ohne Rechtstitel blieb er der bestimmende Mann in seiner Familie, dessen Autorität trotz seiner Jugend respektiert wurde, nachdem der Vater schon bald gestorben war. Luigis Noviziat wurde durch schwere familiäre Streitigkeiten und territoriale Machtkämpfe belastet, in denen er zu vermitteln suchte. In seinem Orden widmete er sich theologischen Studien, vor allem aber der Krankenpflege. In zahlreichen Briefen betrieb er Seelsorge an Jugendlichen.
Altar und Sarg von Luigi in der Kirche S.
Ignazio in Rom ![]()
Aloisius starb während einer Pestepidemie, nachdem er sich bei der Pflege von Kranken die tödliche Ansteckung holte. Er hinterließ Briefe und Schriften, die besonders für die Bildung der Jugend beispielgebend waren. Die Volksfrömmigkeit zeichnete über ihn das Bild eines keuschen Unschuldsengels, der sich nicht einmal getraut habe, seine Mutter anzuschauen und Frauen nur mit niedergeschlagenen Augen begegnet sei.
Luigi von Gonzaga bringt einen Kranken ins Hospital. Briefmarke der
italienischen Post zum 400. Geburtstag 1968, nach einer Skulptur von Pierre
Legros am Ospedale
di S. Spirito in Rom 
Kanonisation:
1605 wurde Aloisius selig-, 1726 heiliggesprochen, 1729 zum Patron der studierenden
Jugend ernannt.
Attribute:
Geißel, Jesuskind auf dem Arm, Rosenkranz Totenkopf
Patron
von Mantua;
der studierenden Jugend; bei Berufswahl; gegen Augenleiden und Pest
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