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Brun, Sohn des sächsischen Edlen Brun und der Ida, war vermutlich mit dem deutschen Kaiserhaus der Ottonen verwandt. Er wurde in der Domschule in Magdeburg ausgebildet und dann dort Domherr. Die 981 erfolgte Aufhebung seines Heimatbistums Merseburg durch König Otto II. rügte er scharf und sah darin - wie in den Katastrophen seiner Zeit - die Strafe Gottes und von Laurentius. Wohl im Sommer 997 wurde er Hofkapellan bei Kaiser Otto III.
Durch den Märtyrertod von Adalbert von Prag im April 997 erschüttert, woltte er in dessen Fußstapfen treten und trat im 998 in Rom in dessen Kloster SS. Bonifacio e Alessio auf dem Aventin ein. 999 legt er die Mönchsgelübde ab und nahm den Namen Bonifatius an. Mit Abt Romuald gründete er 1001 in eine Einsiedelei in den Sümpfen des Po bei Pereum nördlich von Ravenna. Auf Wunsch von Otto III. sollte er die Mission in Polen übernehmen, 1002 wurde er von Papst Sylvester II. mit der Mission im Osten besauftragt und bekam das Pallium überreicht.
Einige Brüder, darunter Benedikt und Johannes,
waren zur Gründung einer Einsiedelei bereits nach Polen vorausgegangen. Ottos
Nachfolger Heinrich II. führte
gegen Polen gerade Krieg, Brun wich nach Ungarn aus, begegnete König Stephan,
die Missionierung zeitigte aber kaum Erfolge. 1004 besuchte er den Hof von König
Heinrich II., wurde von Tagino
von Magdeburg zum Missions-Erzbischof geweiht und stiftete in seiner
Heimatstadt Querfurt
die Burgkirche. Nachdem Ungarn an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen
Polen eintrat, sah Brun eine Chance, seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen
und begab sich zu den Széklern
nach Siebenbürgen.
Als er Ende 1007 vom Osten her endlich nach Polen reisen wollte, lernte er
den Großfürsten von Kiew,
Wladimir I. Swjatoslawitsch,
kennen und missionierte zunächst in Westrussland am unteren Dnjepr unter dem
Nomadenvolk der Petschenegen. Im Sommer 1088 vermittelte er einen Frieden
zwischen Wladimir und den Petschenegen, setzte einen seiner Begleiter zum
Bischof ein und reiste dann nach Polen. Dort schrieb er die Geschichte über
seine Gefährten Benedikt, Johannes
und die anderen, den fünf Märtyrern der Mission in Polen
. Von hier aus sandte
er auch nach Schweden einen Bischof. Anfang 1009 wandte sich dann - wieder
erfolglos - der Mission unter den Pruzzen zu. Auf dem Weg zurück nach Russland
wurde er zusammen mit 18 Gefährten von Heiden überfallen und enthauptet.
Neben Thietmar von Merseburg gilt Brun als der bedeutendste Chronist seiner Zeit. Er verfasste eine Vita über Adalbert von Prag, eine wichtige Geschichtsquelle ist und sein Briefwechsel mit Kaiser Heinrich II.
Fürst Boleslav kaufte die Leichname von Brun und seinen Gefährten und ließ sie nach Polen bringen. Auf dem Tafelberg am Löwentinsee bei Lötzen - dem heutigen Giżycko - erinnert ein großes eisernes Kreuz an ihren Tod. Braunsberg - das heutige Braniewo - im Ermland ist angeblich nach Brun benannt.
Attribute:
auf Esel reitend, mit abgeschlagener Hand
Patron
von Preußen
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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Web 3.0 - Leserkommentare:
Ich bin durch Zufall auf Ihre sehr nette website gekommen.
Braunsberg
liegt an der Ostsee im Ermland. Braunsberg wurde im Ermland, lateinisch Warmia,
gebaut. Ermland war eine der vier zusammengefassten Preußischen Landteile, in die sie der Legat
des Papstes Wihelm von Modena 1243 eingeteilt hatte, die anderen drei waren Pomesanien, Kulmerland,
Samland. Dies Grenzen blieben bestehen bis ins 20. Jh. Die Bezeichnung Masuren für eine Ostpreussische
Landschaft kam erst etwa im 18. Jh. auf, da etliche evangelische Masowier dort Zuflucht gesucht hatten.
Das suedlich von (Ost)Preußen gelegene Masowien wurde davor auch öfter als Masuren beschrieben.
Ich gehe so viel wie moeglich die Elbinger Minderheit besuchen, da mein Mann aus Elbing
war. Ich fahre da hin mit dem Zug von Berlin bis Stettin
und umsteigen. Die Landschaft und Städte, besonders Danzig,
sind wunderschön. Die Elbinger Minderheit vermieten Zimmer und man kann per Zug oder Bus in die
umliegenden Ortschaften fahren, wenn man nicht mit Auto oder Reisegesellschaft da ist. In Elbing
z.B. bin ich mitgegangen zum Gottesdienst der kleinen Evangelischen Gemeinde. Der junge Pfarrer,
der auch Militärpfarrer ist, predigt in polnisch, aber anschliessend zum Kaffee übt er sich im
Deutsch-Lernen von der Gemeinde. Es wäre schön, wenn Sie Leute finden würden, die evtl. Kontakt
mit den Menschen in den Orten, die im Heiligenlexikon beschrieben sind, aufnehmen könnten.
http://www.elbing.org/dfkelbing/dfkelbing2.html
(ich besuche immer Hilda Sucharski). Die Deutsche Minderheit in Ermland-Masuren spricht meist
ostpreußischen Dialekt, aber es sind auch Leute aus anderen Gegenden, wie die jetzige Vorsinzende
Rosemarie aus Schlesien, die dort hinverpflanzt wurden.