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Hripsimes Grab in der ihr geweihten Kirche in Etschmiadsin
Hripsime soll die Enkelin oder Nichte der Gattin des römischen Kaisers Claudius gewesen sein. Die Legende erzählt, dass sie im römischen Frauenkonvent der == Gaiane erzogen wurde, dann mit 70 weiteren Nonnen aus diesem Kloster geflüchtet sei, weil Kaiser Diokletian sie wegen ihrer Schönheit zur Frau haben wollte. Die 70 Jungfrauen besuchten die heiligen Stätten in Jerusalem und erhielten Reliquien des Kreuzes Christi; von dort schickte sie die Gottesmutter Maria nach Edessa - dem heutigen Sanlıurfa -, schließlich nach Armenien. Die Kreuzesreliquie wurde im 1915 zerstörten Kloster Varagavank - türkisch Yedi Kilise - bei Bakraçlı nahe Van - verwahrt.
Einige der Frauen blieben in den Bergen, 37 Frauen gingen mit Hripsime und == Gaiane in die damalige Hauptstadt Etschmiadsin. Auch der armenische König Trdat versuchte nun vergeblich, Hripsime zu seiner Frau zu machen. Die sich Weigernde erlitt das Martyrium, dadurch wurden König und Volk von Armenien zum Glauben an Christus geführt.
Hripsime-Kirche mit ihrem Grab in Etschmiadsin, erbaut 618. Foto: Hrair Hawk Khatcherian
Schon Ende des 4. Jahrhunderts verbreitete sich der Kult der Hripsime und ihrer Gefährtinnen, noch heute existieren in Armenien viele ihr geweihte Kirchen.
Patronin
der Armenier
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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