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Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakobus der Jüngere

Kartenskizze

Jakobus war der Sohn des Alphäus, Mitglied des Zwölferkreises der Jünger um Jesus (Markusevangelium 3, 18). Weitere Informationen über ihn enthält das Neue Testament nicht, in den Apostellisten wird er immer gegen Schluss genannt. Er wird in der Tradition der katholischen Kirche mit dem Herrenbruder Jakobus, gleichgesetzt; diese Gleichsetzung ist aber wie auch seine Autorschaft für den Jakobusbrief im Neuen Testament nicht haltbar. Seit Hieronymus wird Jakobus mit den im Markusevangelium 15, 40 genannten Jakobus dem Kleinen / Jüngeren gleichgesetzt, daher sein Beiname; auch diese Identifizierung hat aber keinen weiteren Anhaltspunkt.

Meister des Heiligen Franziskus: Jakobus der Jüngere, National Gallery of Art in Washington

Meister des Heiligen Franziskus: Jakobus der Jüngere, National Gallery of Art in Washington

Der Überlieferung nach sollte Jakobus von der Zinne des Tempels - also für alle weithin sicht- und hörbar - seinen Glauben widerrufen; nach seiner Weigerung wurde er demnach auf Anstiften des Hohenpriesters Hannas durch das Synedrium, den Hohen Rat der Juden, zum Tod verurteilt, von der Mauer des Tempels gestürzt und mit einer Tuchwalker-Stange erschlagen.

Jakobus' Grab wird in der Apostelkirche in Rom verehrt.

Attribute: Tuchwalker-Stange
Patron von Dieppe und Friesland; der Walker, Gerber, Hutmacher, Krämer, Pastetenbäcker und Konditoren
Bauernregeln: Phillip und Jakob nass, / macht dem Bauern großen Spass.
Regen am Phillip- und Jakobitag deutet ein fruchtbares Jahr an.
An Jacobi heiß und trocken, / kann der Bauersmann frohlocken.
Auf Phillipi und Jakobi Regen / folgt ein großer Erntesegen.
St. Jakob nimmt hinweg die Not, / bringt erste Frucht und frisches Brot.

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie
• Peter Calvocoressi: Who's who in der Bibel. Aus dem Englischen von Angela Hausner. Kreuz, Stuttgart 1993
• http://www.bauernregeln.net/mai.html
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996