Ökumenisches Heiligenlexikon

Philippus der Apostel

Gedenktag katholisch: 3. Mai
     Fest
     bedacht im Eucharistischen Hochgebet I
     und im Ambrosianischen Hochgebet I
     Gedenktag in Russland: 14. November
Gedenktag evangelisch: 3. Mai (EKD)
                                                  1. Mai (ELCA, LCMS)
Gedenktag anglikanisch: 1. Mai
Gedenktag orthodox: 14. November
     Übertragung der Gebeine nach Zypern: 31. Juli
Gedenktag armenisch: 14. November
     liturgische Feier am 9. Samstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Gedenktag koptisch: 14. November
Name bedeutet: der Pferdefreund (griech. - latein.)
Apostel, Märtyrer
* in Bethsaida, heute El Aradsch bei Mahjar in Syrien
† 81 (?) in Skythien * (?)


Kartenskizze

Kartenskizze

Kartenskizze


Albrecht Dürer: Gemälde von 1516, Galleria degli Uffizi in Florenz

Albrecht Dürer: Gemälde von 1516, Galleria degli Uffizi in Florenz   

Philippus wurde, ebenso wie das Brüderpaar Andreas und Petrus, von Jesus in Bethsaida - dem heutigen El Aradsch bei Mahjar in Syrien - zum Jünger berufen, er führte dann Nathanael als weiteren Jünger in den Kreis um Jesus ein (Johannes­evangelium 1, 43 - 49). Vor der Speisung der Fünftausend stellte Jesus ihn auf die Probe (Johannes­evangelium 6, 5 - 7). Griechen, die Jesus sehen wollten, wandten sich an Philippus (Johannes­evan­ge­lium 12, 21 - 22). Er nahm am Abendmahl in Jerusalem teil und wurde dabei von Jesus gerügt, weil er dessen Sendung offenbar noch immer nicht verstanden hatte (Johannes­evangelium 14, 8 - 9).

Nach der Legende predigte Philippus 20 Jahre lang in Skythien. Als er vor dem Standbild des Mars opfern sollte, kam ein gewaltiger Drache und tötete den Sohn des Priesters sowie zwei Tribunen, sein Gifthauch machte alle anderen Anwesenden krank. Philippus bewirkte, dass der Drache in die Wüste ging, erweckte die Toten, heilte die Kranken und bekehrte alle. Philippus soll am Kreuz gestorben sein.

Philippus wird häufig mit Philippus dem Evangelisten verwechselt.

Philippus' Reliquien kamen über Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - nach Rom und liegen dort heute in der Basilika SS Dodici Apostoli, der Basilika der Heiligsten zwölf Apostel, andere im Kloster Andechs in Bayern, in Köln und Paris. Auf mittelalterlichen Darstellungen wird der Kreuzestod von Philippus dargestellt, noch häufiger trägt er einen Brotlaib, um an das neutestamentliche Wunder der Brotvermehrung zu erinnern. Der Ort Udenheim bei Speyer wurde 1623 durch Bischof Philipp Christoph von Sötern umbenannt in Philippsburg. Die Philippusnacht am Vorabend seines Gedenktages galt als eine Art Freinacht, in der allerlei Schabernack getrieben wurde.

Attribute: Buch, Brotlaib, T-förmiges Kreuz
Patron von Sorrent, Dieppe, Philippeville, Brabant und Luxemburg, Speyer und Philippsburg ; der Walker, Gerber, Hutmacher, Krämer, Pastetenbäcker und Konditoren
Bauernregeln: Phillip und Jakob nass / macht dem Bauern großen Spass.
Regen am Phillip- und Jakobitag deutet ein fruchtbares Jahr an.
Auf Philippi und Jakobi Regen / folgt ein großer Erntesegen.

* Skythien war eine byzantinische Provinz, entsprechend der früheren römischen Provinz Thrakien.

Catholic Encyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bauernregeln.net/mai.html



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