Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.




Menue

Ökumenisches Heiligenlexikon

Nonius de Santa Maria

portugiesischer Name: Nuño
Familienname: Álvares Pereira

Gedenktag katholisch: 1. November
gebotener Gedenktag in Portugal: 6. November
gebotener Gedenktag im Orden der Karmeliten und im Malteserorden: 1. April
nicht gebotener Gedenktag im Orden der Unbeschuhten Karmeliten: 1. April

Name bedeutet: N: der Mönch (latein.)
A: der ganze Wärter (althochdt. - spanisch)

Laienbruder
* 24. Juni 1360 in Cernache do Bonjardin
oder in Flor da Rosa bei Crato in Portugal
† 1431 in Lissabon in Portugal

Kartenskizze

Nonius Alvares Pereira

Nonius de Santa Maria Álvares Pereira

Dieses Bild weiterverwenden?

Nonius, Sohn von Álvaro Gonçalves Pereira, der Prior im Johanniterorden war, stammte aus dem Hochadel. Er wurde Oberbefehlshaber der portugiesischen Armee von König Johann I., der Großmeister der Johanniter war. In den Auseinandersetzungen um die Thronfolge erstritt er 1385 in der Schlacht von Aljubarrota den Sieg und damit die Unabhängigkeit Portugals; eigentlich war der Gegner Kastilien den Portugiesen zahlenmäßig und in der Ausrüstung überlegen, dennoch gelang es Dank des militärisch-taktischen Genies von Nonius, Kastilien zu schlagen; zum Dank wurde er zum Grafen ernannt.

Nonius war der mächtigste Vertreter des portugiesischen Adels und ein geschätzter Ratgeber des Königs. Zugleich war er von tiefer Frömmigkeit erfüllt, besonders in der Verehrung von Maria. Nach dem Tod seiner Frau, mit der zusammen er Ahnherr der portugiesischen Braganza-Dynastie wurde, aus der mütterlicherseits auch die letzte österreichische Kaiserin Zita stammte, trat Nonius 1423 als Laienbruder in das von ihm gestiftete Kloster des Karmeliterordens in Lissabon ein. Dort verrichtete er die einfachsten Arbeiten und führte ein Leben der Buße und des Gebetes.

Nonius' Grab in dem von ihm gestifteten Karmeliterkloster in Lissabon wurde ein Wallfahrtsort, in Liedern und Gedichten wurde der Conde Santo, der heilige Graf, besungen.

Kanonisation: Nonius' Seligsprechung erfolgte 1918, die Heiligsprechung am 26. April 2009 durch Papst Benedikt XVI.



Quellen:

• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998