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Werkstatt des Simone Martini, wohl um 1320, National Gallery of Art in
Washington
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Simon trägt den Beiname Zelotes
(Lukasevangelium 6, 15) - aramäisch
Kananäus
, deutsch der Eiferer
- weil er wohl ursprünglich der politisch
radikalen Bewegung der Zeloten angehörte, die gewaltsam die römischen
Fremdherrscher aus Israel vertreiben wollte. Das Neue Testament nennt ihn in
Aufzählungen der 12 Jünger (Matthäusevangelium 10, 4; Markusevangelium 3, 18;
Apostelgeschichte 1, 13), besondere Erwähnung findet er hier sonst nicht.
Simons Identifizierung mit dem Bräutigam bei der Hochzeit zu Kana
(Johannesevangelium 2, 1 - 11) oder Nathanael
(Johannesevangelium 21, 2) wegen der Annahme seiner Herkunft aus Kanaan beruhen
auf sprachlichem Missverständnis der Bezeichnung Kananäus
.
Manche Überlieferungen nennen Simon als Apostel unter den Juden und erzählen von seinem Martyrium; er sei enthauptet, nach anderen Quellen zersägt worden.
Die Legende nennt Simon und Judas
Thaddäus Brüder von Jakobus
dem Jüngeren, Söhne des Alphäus und der Maria Kleophas. Nach der Legenda
Aurea wirkte Simon in Syrien und Mesopotamien zusammen mit Judas Thaddäus,
dann in Persien, wo beide dem Feldhauptmann des Königs von Babylon - dem
heutigen Han-al-Mahawil
-, Baradach, Sieg und Frieden prophezeiten, was sich tatsächlich und unmittelbar
am nächsten Tage ereignete. Als Götter in Menschengestalt zu König Xerxes
geführt, tauften sie ihn, den ganzen Hofstaat und viele Tausende im Land.
Wiederholt zum Vernichten der feindlichen Gewalten aufgefordert, war ihr
ständiges Wort: Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen sind wir gekommen.
Nach zahlreichen Wundertaten, mit denen sie die Machtlosigkeit der Zauberer
bewiesen und die Abgötter stürzten, entfachten die Zauberer im Lande einen
Aufstand der Priester, die beide Apostel erstachen, nach anderer Legende
enthaupteten oder Judas mit einer Keule, Simon mit einer Säge zu Tode martern
ließen. Ein gewaltiges Unwetter erschlug daraufhin Priester und Zauberer. Der
König ließ die Leichen der beiden Heiligen suchen, bestatten und eine große
Kirche darüber bauen.
Duc Jean du Berry: Petites Heures: Simon und der Prophet Maleachi,
14. Jahrhundert, Bibliothèque Nationale de France in Paris
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Wieder anderen Überlieferungen nach wirkte Simon am Schwarzen Meer in der
Gegend von Sochumi
in Georgien, wo er zu Tode gemartert wurde. Hier wurde er in einer Kirche
begraben, an deren Stelle später das Kloster Neo Aphon
errichtet wurde.
Angebliche Reliquien werden in Rom, Köln, Hersfeld und an anderen Orten verehrt.
Der Simonstag ist örtlich Lostag der Bauern und gilt als Beginn der Winterzeit.
Attribute:
Säge, Keule, Beil
Patron
von Goslar;
der Holzfäller, Waldarbeiter, Maurer, Gerber, Lederarbeiter, Weber und Färber
Bauernregeln:
Wenn Simon und Judas vorbei,
/ so rückt der Winter herbei.
Simon und Juda die zwei,
/ führen oft Schnee herbei.
Simon und Judä, /
hängen an die Stauden Schnee.
Simon und Judas /
fegen das Laub in die Gass.
Bevor dich Simon - Judas
schaut, / pflanze Bäume, schneide Kraut.
Es sitzen auch die heiligen Herrn, / am warmen Ofen gern.
Wer Weizen sät am Simonstage, / dem trägt er goldne Ähren ohne Frage.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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