Ökumenisches Heiligenlexikon

Aceptismas und Gefährten

auch: Acepsimas

Gedenktag katholisch: 22. April

Gedenktag orthodox: 3. November

Gedenktag armenisch: 3. November
liturgische Feier am 8. Dienstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag

Name bedeutet: der Berühmte (hebr. - latein.)

Bischof von Hnaita, Märtyrer (?)
nach 378 in Persien


Aceptismas (Mitte), Aithalas (links) und Joseph
Aceptismas (Mitte), Aithalas (links) und Joseph

Aceptismas war Bischof von Hnaita (Honita) im damaligen Persien - ein heute abgegangener Ort bei Mosul im heutigen Irak. Die Überlieferung erzählt, man habe ihm schon im Knabenalter das spätere Martyrium vorhergesagt. Tatsächlich wurde er, als er schon über 80 Jahre alt war, in den Verfolgungen unter König Shapur II. gemartert, konnte aber nach schwerer Folterung am 18. September 378 zunächst entkommen, wurde dann aber wieder gefangen genommen, in Ketten gebunden, gegeißelt und drei Jahre lang im Gefängnis gehalten. Dann wurde er wieder vor den Richter geführt, wiederholte standhaft sein Bekenntnis zu Jesus Christus und deshalb verurteilt und dann gevierteilt.

Christen entwendeten demnach heimlich seinen Leichnam und die Tochter des Königs von Armenien, die sich damals bei den Persern als Geißel aufhielt, besorgte das Begräbniß.

Mit Acepsimas wird auch das Andenken anderer Märtyrer jener Zeit in Persien gefeiert, namlich von
• 23 Bischöfen: Barbasymes, Paulus, Gaddiabbes, Sabinus, Mareas (Marnas), Mocius, Johannes, Hormisdas, Papas, Jakobus, Romas, Maares, Agas, Bochres, Abdas, Abdjesus, Johannes, Abramius, Agdelas, Sabor, Isaak, Dausa und Milles / Milos von Susa,
• dem Chorbischof Manreandes
• den drei Priestern Jakobus sowie Aithalas und Joseph,
• zwei Diakonen: Azadanes (Azes, Aza, Azadenes, Azadames) und Abdjesus,
• 251 - oder fast 250 - anderen KlerikernEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
• dazu: Azades, der Eunuch und Kämmerer war, Tarbula (Pherbute, Pherbutha, Tarbo, Tarba), die die Schwester von Bischof == Simeon Barsabba'e war und als Jungfrau lebte, ihre Schwester, die Witwe war, deren Magd und ihre Dienerin Ancilla und noch 16.000 andere Christen, deren Namen in den Akten genannt werden, zudem unzählige andere, deren Namen dort nicht aufgeführt sind.

Über das Martyrium von Tarbula gibt es gesonderte Akten; sie wurde mit ihrer Schwester und deren Bediensteten verhaftet, weil man sie beschuldigte, der Königin, die unverhofft krank geworden war, Gift gegeben zu haben. Obwohl ihre Unschuld an den Tag kam, wurden sie doch im Gefängnisse festgehalten, weil sie sich weigerten, die Sonne anzubeten, und dann zusammen mit dem Eunuchen Azades zersäget. Über den Tod seines Eunuchen Azades empfand König Shapur II. dann so große Reue und Betrübnis, dass er in der Folge von der allgemeinen Verfolgung der Christen abließ und nur mehr die Priester und Lehrer verfolgte.

  Aceptismas' Märtyrerakten gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg auf Deutsch.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.03.2020

Quellen:
• http://www.catholic-forum.com/saints/sainta9r.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Bd. 1, 3, völlig neu bearb. Aufl., hrsg. von Walter Kasper u. a. Herder-Verlag, Freiburg u. a. 1993 - Dank an C. S., Brief vom 27. August 2005
• Aubrey R. Vine: The Nestorian Churches. The Camelot Press Ltd., London 1937
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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