Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakob Rem

Gedenktag katholisch: 12. Oktober

Name bedeutet: der Nachgeborene
oder: Gott schützt (hebr.)

Ordensmann, Priester, Mystiker
* 15. Juni 1546im Juni 1546 in Bregenz in Österreich
12. Oktober 1618 in Ingolstadt in Bayern


Wallfahrtskirche auf Burg Hohenbregenz
Wallfahrtskirche auf Burg Hohenbregenz

Jakob, Sohn des Gastwirts bei der Wallfahrtskirche auf Burg Hohenbregenz, besuchte ab 1556 das Gymnasium de Jesuiten in Dillingen an der Donau und trat 1566 an Sant'Andrea al Quirinale in Rom unter Ordensgeneral Franz von Borja dem Orden bei; einer seiner Mitnovizen war Stanislaus Kostka. 1567 begann Jakob Rem in Rom sein Theologiestudium, 1568 setzte er es in Dillingen fort, 1573 wurde er in Augsburg zum Priester geweiht und wirkte dann als Subregens in Dillingen. 1574 gründete er hier die erste deutsche Marienkongregation für Studenten.

Bild in der Schutzengelkirche in Eichstätt
Bild in der Schutzengelkirche in Eichstätt

Jakob Rems persönliche Marienfrömmigkeit wirkte vorbildhaft, er empfing ystische Gnadengaben. Im Auftrag des Ordens wirkte er ab 1585 als Subregens am Michaelskolleg in München und ab 1586 als Subregens und Präfekt des neu errichteten Kollegs St. Ignatius der Jesuiten in Ingolstadt; dabei widmete er sich besonders der religiösen Erziehung. Hier rief er 1595 das Colloquium Marianum als Elite der Kongregation von Marienverehrern zusammen, deren Frömmigkeit besonders in der Kapelle der Mater ter Admirabilis, der Dreimal wunderbaren Mutter im Liebfrauenmünster in Ingolstadt praktiziert wurde, in der sich eine Kopie des Gnadenbildes Salus Populi Romani, Heil dem römischen Volk aus der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom befindet. In einer zweimaligen Privatvision wurde ihm 1604 eröffnet, dass die Anrufung als Mater ter admirabilis der Gottesmutter die liebste sei; deshalb ließ er dies in der Lauretanischen Litanei drei Mal wiederholen.

Medaille mit Jakob Rem und Maria
Medaille mit Jakob Rem und Maria

Jakob Rems Gebeine wurden 1694 erhoben und 1935 ins Liebfrauenmünster in Ingolstadt übertragen.

Kanonisation: Ein Seiligsprechungsverfahren für Jakob Rem wurde 1932 eröffnet, dann aber nicht weitergeführt. Das seit 1949 ruhende Verfahren wurde 2010 auf diözesaner Ebene wieder aufgenommen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.07.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.jesuiten.org/profil/index.htm
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVII, Herzberg 2000
• Bischof Gregor Maria Hanke OSB: P. Jakob Rem SJ. Eichstätt 2010

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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