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Ökumenisches Heiligenlexikon

Milos von Susa und Gefährten

auch: Milios, Miles, Millesius, Milis und Nilus

Gedenktag katholisch: 22. April

Gedenktag orthodox: 10. November

Gedenktag syrisch-orthodox: 13. November

Name bedeutet: ?

Bischof von Susa in Persien, Märtyrer
* ? in Persien
5. oder13. November 341 in Maheldagbar in Persien, heute Iran


Milos kam als Knabe an den Hof von König Schapur II. in Bēth Lapaṭ / Gondēšāpūr, verließ diesen aber, ließ sich taufen und lebte dann asketisch mit Fasten und Nachtwachen. Er ging nach Elam / Ilam, verkündete das Evangelium und wurde nach drei Jahren zum Bischof von Susa - den heutigen Ruinen bei Shush im Iran - geweiht. Weil er dann aber doch wenig Erfolg hatte, aber Verfolgungen erlitt, verließ er die Stadt, nicht ohne ihr noch den Untergang zu prophezeihen. Er ging nach Jerusalem, dann nach Alexandria und von dort mit seinem Gefährten, dem Priester Ammonius - auch Euores, Ambrosimus, Aborsam oder Eboret genannt - in Klöster und Einsiedeleien in der Wüste. Von dort reiste er nach Nisibis - dem heutigen Nusaybin - zu Bischof Jakob von Nisibis; dem sandte er für die von diesem neu erbaute Kirche später eine große Menge Seide. In Seleukia-Ktesiphon - heute Ruinen bei Bagdad - schlichtete er einen durch Bischof Papas hervorgerufenen Streit, indem er diesen halbseitig lähmte; während seines Besuches bei einem Einsiedler in der Nähe heilte er einen schon länger gelähmten Vornehmen; einen mondsüchtigen jungen Mann heilte er durch das Kreuzeszeichen. Zurückgekehrt in seine Heimat heilte er eine von der Gicht gelähmte Frau, entlarvte einen meineidigen Dieb und schlug ihn mit Aussatz und wandelte über einen überschwemmten Fluss ohne seine Schuhe zu bentzen.

Milos' Ruf verbreitete sich weithin und kam auch zum Herrscher jener Gegend, Hormisdas Guphriz, der ihn zusammen mit Ammonius und einem weiteren Gefährten, dem Diakon Sina - auch Seboes, Eunoes, Sinas, Senoe oder Sebor genannt - gefangen nehmen ließ und nach Maheldagdar bringen. Nach einiger Zeit im Gefängnis mit Folter, Drohungen und der Aufforderung, doch die heidnischen Götter anzubeten, ließ der Herrscher Milos zu sich bringen und stieß ihm erzürnt seine Lanze in die Schulter, bis sie rückwärts herausdrang, und sein Bruder Narses zückte seine Lanze und stieß sie Milos in die Seite, so dass sie vorne herausdrang. Nachdem Milos den beiden noch prophezeiht hatte, dass sie sich gegenseitig umbringen werden, starb er. Ammonius und Sina wurden auf zwei Hügel geführt und gesteinigt.

Milos geweihte Kirche im Vorort Mesa Agia in Patras
Milos geweihte Kirche im Vorort Mesa Agia in Patras

Die beiden mörderischen Brüder ereilte am nächsten Tag die vorausgesagte Strafe an der Stelle, an der Milos getötet worden war. Die drei Märtyrer wurden in der Stadt Malkan bestattet. Ihr Schicksal erzählte == Maruthas, der Bischof von Tayrit in Mesopotamien. 1939 gab es in Patras in Griechenland eine Erscheinung von Milos, daraufhin wurde ihm eine Bruderschaft gegründet und im Vorort Mesa Agia eine neu erbaute Kirche 2005 ihm geweiht.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.05.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://www.johnsanidopoulos.com/2016/11/how-unknown-4th-century-persian-saint.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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