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Ökumenisches Heiligenlexikon

Apollinaris von Laodicea

Gedenktag katholisch: 1. November

Name bedeutet: dem Lichtgott (Apollon) geweiht (griech. - latein.)

Bischof von Laodicea
* um 310 in Laodicea, heute Ruinen bei Denizli in der Türkei
um 392 in Antiochia, heute Antakya / Hatay in der Türkei


Apollinaris, Sohn eines Grammatiklehrers und Presbyters, wurde Lektor in der Kirche seiner Heimatstadt und dann um 361 zum Bischof gewählt. Er unterstützte die Lehren des 1. Konzils von Nicäa, obwohl in der Umgebung der Arianismus vorherrschte. Nachdem er zeitweise den vertriebenen Athanasios von Alexandria bei sich aufgenommen hatte, wurde Apollinaris von den Arianern für exkommuniziert erklärt.

Apollinaris besaß eine umfassende philosophische Bildung. Er verfasste eine Übertragung großer Teile der Bibel in klassisch-griechische Form, Schriften gegen den neuplatonischen Philosophen Porphyrios und den vom Christentum abgefallen römischen Kaiser Julian Apostata, stand in Briefwechsel mit Basilius „dem Großen” und hatte 373 oder 374 Hieronymus unter seinen Schülern. Von den Lehren des 1. Konzils von Nicäa wich er ab, vertrat einen Monophysitismus und lehrte, Jesus „Christus” habe keine menschliche Seele besessen, sondern sei mit göttlichem Logos ausgestattet gewesen; deshalb wurde er bei den SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Rom 375 und 382 unter Papst Damasus I., in Antiochia 378 und in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - 381 verurteilt. Apollinaris' Auffassungen eröffneten den großen Streit um die der Naturen Jesu Christi, die dann erst beim Konzil von Chalkedon endgültig geklärt wurde.

Obwohl Apollinaris wegen seiner monophysitistischen Lehren als Irrleher gilt, wurde er in einem Martyrologium aus Salzburg als heilig verzeichnet.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.12.2018

Quellen:

• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.