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Ökumenisches Heiligenlexikon

Chrodegang von Metz

auch: Godegrand, Chrodegangus, Chorogandus

Gedenktag katholisch: 6. März
gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren/-frauen: 3. Oktober

Gedenktag evangelisch: 6. März

Name bedeutet: der berühmte Waffengänger (althochdt.)

Bischof von Metz, Erzbischof von Austrasien
* 712 / 714 in Hasbania, dem Hespengau in Belgien
† 6. März 766 im Kloster Gorze bei Metz in Frankreich


Chrodegang stammte aus einer Familie des höchsten fränkischen Adels. Er wurde im Kloster Saint-Trond / Sint-Truiden erzogen und ausgebildet, dann von Karl Martell zu seinem Privatsekretär erkoren. 732 wurde er Reichskanzler und dazu von Karlmann zum 742 Bischof von Metz berufen. Er setzte sich für die Selbständigkeit der fränkischen Kirche ein, ohne deren Verbindung zu Rom preiszugeben, baute die kirchliche Organisation weiter aus, gründete und erneuerte zahlreiche Klöster, darunter 748 die Abtei Gorze bei Metz als Musterkloster für eine enge Bindung der Kommunität an den Bischof und Ausgangspunkt der Reformen von GorzeDie Reformen von Gorze gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Gorze in Lothringen. Sie standen im Gegensatz zur den Reformen von Cluny; ihr Ziel war ein Mönchtum unter weltlicher Herrschaft, befreit von der Einflussnahme des Papstes. Die Reformen von Gorze kamen v. a. in Lothringen zum Tragen; entsprechende Reformen in Deutschland gingen aus vom reformierten Kloster St. Maximin in Trier.. Im Auftrag von Pippin dem Jüngeren reiste er 753 zu Papst Stephan II. (III.) nach Rom, um diesen zum Schutz vor den Langobarden über die Alpen nach Ponthion an die königliche Residenz zu geleiten; er salbte den Frankenkönig und erhielt dessen Zusage, dass das Frankenreich ihn gegen die Lombarden schützen werde. 754 wurde Chrodegang vom Papst mit dem Pallium ausgezeichnet und damit zum Nachfolger von Bonifatius als Erzbischof von Austrasien berufen.

Unter Chrodegang wurde Metz zum Vorbild einer Bischofsstadt im Frankenreich. Für die KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in Metz schuf er Normen des gemeinsamen Lebens, die er um 755 in der Regula canonicorum niederlegte; diese normierte das gemeinsame Leben in der Feier des Gottesdienstes, in der Bindung an Arbeit und Gebet, der Gewährung gemeinsamer Wohnung, Nahrung und Kleidung aus dem Kirchengut; die nach diesem Kanon lebenden Geistlichen nannte man nun Kanoniker. Chrodegangs Regel wurde das Vorbild der späteren Regeln für Kanoniker, gefördert durch Pippin und Karl den Großen und 816 in die Statuten der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Aachen aufgenommen; noch um 1000 wurde eine Übersetzung ins Altenglische verfasst. In der Liturgie verfügte Chrodegang die Anpassung an Rom, liturgische Texte und Choräle wurden nun in ihrer römischen Form und Vortragsweise gegeben. Metz wurde das Zentrum der Reformen im Frankenreich, zugleich Ort des theologischen und wissenschaftlichen Wirkens. 761 sandte er Mönche aus Gorze ins Kloster Gengenbach, 764/765 in die Neugründung Lorsch, wo er auch seinen Bruder Gundeland als ersten Abt einsetzte.

Chrodegang wurde im von ihm gegründeten Kloster Gorze bestattet. Paulus der Diakon verfasste Chrodegangs Lebensgeschichte.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Chrodegang und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.07.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.newadvent.org/cathen/03729b.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990