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Ökumenisches Heiligenlexikon

Cuthbert von Lindisfarne

Gedenktag katholisch: 20. März
nicht gebotener Gedenktag in England
in England, Rouen, Schottland, Skandinavien:
Übertragung der Gebeine: 4. September

Gedenktag anglikanisch: 20. März oder: 4. September

Name bedeutet: im Kampfe glänzend (altengl.)

Mönch, Bischof von Lindisfarne
* 634 (?) bei Melrose in Schottland (?)
† 20. März 687 auf der Insel Farne in England


Wandbild in der Galilee-Kapelle in der Kathedrale in Durham
Wandbild in der Galilee-Kapelle in der Kathedrale in Durham

Cuthbert war zunächst Schafhirt oder - nach anderer Überlieferung - Soldat. 651 trat er ins Benediktinerkloster von Melrose ein. Als Mönch begleitete er seinen Vorsteher Eata nach Ripon, um dort eine neue Abtei zu gründen. Als diese Gemeinschaft sich jedoch weigerte, die von Rom verabschiedeten Reformen des Ordenswesens zu akzeptieren, wurden Eata und seine Gefährten aus dem Kloster vertrieben und kehrten nach Melrose zurück. 661 wurde Cuthbert Prior in Melrose. 664 wurde Eata Abt in Lindisfarne, Cuthbert begleitete ihn und wurde dort wieder Prior. Dort setzte er die Beschlüsse der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Whitby um, welche die römischen Beschlüsse 664 angenommen hatte. Er verblieb bis 676 in diesem Amt, dann zog er sich in eine Einsiedelei auf der Insel Farne zurück, die unbewohnt und dem Ansturm des Meeres und der Wellen ausgesetzt war. Nur gelegentlich besuchten ihn Brüder aus Lindisfarne und dann eine immer größer werdende Zahl von Pilgern aus ganz Britannien, die vom Ruf seiner Heiligkeit angezogen wurden.

684 übernahm Cuthbert das Bistum von Hexham, 685 wurde er zum Bischof von Lindisfarne und als Abt des Klosters berufen. 686 kehrte er wieder in seine Klause auf Farne zurück, wo er kurz darauf starb.

Legenden in der Tradition ähnlicher Erzählungen der keltischen Kultur erzählen von Cuthberts Nähe zum Meer und dessen Tieren. Nachts ging er als Abt des Klosters Lindisfarne demnach oft ans Ufer des Meeres und sang Psalmen; im Morgengrauen tauchten zwei Otter aus dem Meer auf, setzten sich zu seinen vom Wasser nassen Füßen und trockneten sie mit ihrem Fell, woraufhin er sie segnete.

Ein Mönch des Klosters Lindisfarne verfasste um 703 Chuthberts erste Lebensgeschichte. Beda „Venerabilis” schrieb diese zunächst in Versen und wohl kurz vor 721 in Prosa.

An Cuthberts Grab in Lindisfarne ereigneten sich immer wieder Wunder, am 20. März 698 wurde sein unverwester Leib in den Altarraum umgebettet. An einem 4. September im 9. Jahrhundert kamen seine Gebeine der Überlieferung zufolge nach Norham in Northumberland; gerettet wurden die Reliquien jedenfalls vor der Zerstörung von Lindisfarne durch die Dänen 875 und kamen nach längerer Irrfahrt 883 nach Chester-le-Street bei Durham, wo sie 934 von König Æthelstan aufgesucht wurden. 995 kamen diese Gebeine nach Durham, wo man dafür eine Kirche errichtete, die heutige Kathedrale. Ab 1104 bahrte man seine Überreste in einem neuen Schrein auf; auch bei dieser Umbettung sei der Leichnam noch immer unverwest gewesen; während der Reformation wurde der Schrein zerstört, seine Gebeine wurden unter dem Kirchenschiff begraben. 1826 und 1899 wurde das Grab geöffnet, einige Berührungsreliquien wurden entnommen. In der angelsächsischen Kirche ist Cuthbert einer der prominentesten Heiligen als Wundertäter von Britannien. Durch Willibrord von Echternach kam die Verehrung auch auf den Kontinent.

Attribute: Fischotter oder Schwan, Feuersäule

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 07.10.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• https://www.durhamcathedral.co.uk/heritage/history-of-durham-cathedral/lego-story
• https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/von-heiligen-und-tieren

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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