Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Dymphna von Geel

irischer Name: Damhnait, Davnet
niederländischer Name: Dimpna

Gedenktag katholisch: 30. Mai
Übertragung der Gebeine in Geel
15. Mai
Übertragung der Gebeine: 27. Oktober

Name bedeutet: das Rehkitz (gälisch - irisch)

Jungfrau, Märtyrerin
* in Irland oder England
† im 7. Jahrhundert (?) in Geel in Belgien


Dymphna soll die Tochter des Königs Damon / Damen gewesen sein; der heidnische Vater habe sie nach dem frühen Tod der Mutter heiraten wollen, weshalb Dymphna unter Mithilfe des Priesters Gerebern nach Belgien floh, wo sie sich versteckten. Jahre später entdeckte sie der Vater in einer Höhle in Geel, in der sie sich zusammen mit dem Priester verborgen hatte, und enthauptete sie.

Medaillon in der Kirche Sant'Agata dei Goti in Rom
Medaillon, 1863, in der Kirche Sant'Agata dei Goti in Rom

Die Legende erzählt, dass Engel Dymphna und Gerebern in weißen Särgen bestatteten; Hintergrund ist, dass bei der Erhebung ihrer Gebeine man diese in zwei Särgen aus weißem Sandstein fand, Sandstein aber in dieser Gegend völlig unbekannt war. Die Reliquien liegen nun in der nach ihr benannten Sint-Dimpna-Kerk in Geel. In Geel betreuten Augustinerinnen lange Zeit in ihrem Stift Geisteskrenke und von der Gesellschaft ausgestoßene; in ihrem ehemaligen Stift gibt es heute das St.-Dimpna und Krankenhausmuseum mit Exponaten über Dymphna und zur Psychiatrie wie Zwangsjacken, Sanitäreinrichtungen oder medizinisches Gerät.

Die Dymphna-Legende, erzählt von unserem Leser Alexander Langer:

Dymphna war die Tochter des heidnisch-irischen Königs Damon sowie seiner christlichen Ehefrau. Von der Mutter zum Christentum erzogen, ließ sich Dymphna als Halbwüchsige von ihrem Erzieher sowie Beichtvater, dem Priester Gerebern, taufen.

Als Dymphna ein junges Mädchen war, starb ihre Mutter, die Königin. Der Vater Damon war über den Verlust der geliebte Frau untröstlich und wollte deshalb seine Tochter Dymphna heiraten, da man ihr nachsagte sie sein ein Juwel an Schönheit. Dymphna erschrak, als sie hörte, was der Vater wollte, und floh zu Gerebern. Zusammen mit einer Magd flohen die beiden aus Irland.Während der Reise trank Dymphna aus einer Moorquelle und man sagte ihr dann, dass die Quelle eine Heilquelle sei. Sie segelten dann weiter übers Meer, wo sie im Kempenland in der Stadt Geel Zuflucht fanden. Sie lebten dort fromm und widmeten sich den Armen und Kranken. Eines Tages kam ein irischer Gesandter nach Geel, weil er auf der Suche nach Dymphna war. Der Mann trank bei Dymphna, erkannte sie aber nicht, und auch Dymphna erkannte den Mann nicht. Als er dann aber mit irischem Geld bezahlte, und Dymphna sagte, sie habe auch irische Münzen bei sich, erkannte der Mann die Prinzessin und fuhr sofort wieder zurück nach Irland. Dort angekommen, berichtete er dem König, wo sich seine Tochter befand, und zusammen segelten sie wieder zurück. In Geel angekommen, suchte Damon seine Tochter und den Priester und fragten eine Frau nach den beiden. Die Frau zeigte in die Richtung in der die zwei waren, und seitdem blieb ihr Arm für die böse Tat des Verrats versteinert. Damon fand Dymphna und Gerebern. Die irischen Soldaten erstachen Gerebern dann mit einer Lanze und der Vater flehte Dymphna an, sie solle mit ihm zurückkommen. Dymphna aber - als fromme Christin - sagte, sie habe sich Christus geweiht, worauf der König eigenhändig seine Tochter enthauptete. Als dies geschehen und die Irische Königsgarde fort war, kamen zwei Engel vom Himmel herab und beerdigten die beiden Märtyrer in weißen Steinsärgen und legten diese in eine Höhle. Als man Jahrhunderte danach diese Höhle öffnete, fand man die zwei weißen Särge; auf dem einen war eine Tafel, auf welcher mit roten Buchstaben der Name: DIMPHNA geschrieben stand. Man wollte dann die Särge in die für sie gebaute Kirche übertragen. Bei dieser Prozession, wurden viele Menschen mit geistigen Krankheiten geheilt, weshalb sie als Patronin von Geisteskranken gilt (da ihr Vater so wahnsinnig war, die eigene Tochter zu heiraten). Deutsche Räuber aus der Stadt Xanten wollten während dieser Prozession die beiden Reliquiensärge stehlen. Den Sarg des Gerebern konnten sie rauben, doch der Sarg der Dymphna ließ sich auch mit zehn Stieren nicht bewegen. Weshalb Dymphnas Gebeine in Geel liegen und Gereberns in Xanten.

Dymphna war wohl die Schwester von Damhnade von Cavan oder ist möglicherweise mit dieser identisch.

Attribute: Krone und Schwert, Laterne, einen gefesselten Teufel zu Füßen oder an der Kette
Patronin von Geel; der Besessenen und Geisteskranken; der Opfer von Inzest, bei Epilepsie; der Flüchtlinge und Halbwaisen

Stadlers Heiligen-Lexikon: Dympna und Gerebernus

Catholic Encyclopedia





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Dymphna von Geel

Wikipedia: Artikel über Dymphna von Geel

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Milada von Prag
Agnes von Poitiers
Maximianus von Micy Jüngere Gefährten


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 28.08.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Alexander Langer, E-Mails vom 10. Juni und vom 2. August 2013
• http://www.uni-muenster.de/Ethnologie/forschen/transkultpsy/exkursionen/Exkursionsberichte.html
• Alexander Langer, E-Mail vom 22. Februar 2014
• http://www.behindthename.com/name/damhnait - Dank an Katharina Kritsch aus Offenbach am Main, E-Mail vom 6. Januar 2015

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.