Ökumenisches Heiligenlexikon

Eutychius und Florentius

italienische Namen: Eutizio und Fiorenzo

Gedenktag katholisch: 23. Mai
für Florentius: 1. Juni (Todestag)

Name bedeutet: E: der Beglückte (griech. - latein.)
F: der Blühende (latein.)

Einsiedler, Äbte in Piedivalle
23. Mai 540 in Piedivalle bei Nursia in Italien
1. Juni um 548 in Foligno in Italien


Eutychius und Florentius waren Benediktinermönche, die als Einsiedler lebten. Florentius war nach mancher Überlieferung Eutychius' Bruder, nach anderen Quellen sein Schüler. Nahe Nursia - dem heutigen Norcia -, dem Geburtsort von Benedikt von Nursia, übernahmen sie dann ein im 5. Jahrhundert von Mönchen, die aus Syrien gekommen waren und zunächst als Asketen in Höhlen lebten, gegründetes Kloster in Piedivalle, einem Ortsteil von Preci im Val Castoriana. Dies geschah wohl nach der 488/489 erfolgten Invasion der Ostgoten unter Theoderich. Abt dieses Klosters, das sie Benedikt weihten, wurde zunächst Eutychius, während Florentius weiter als Einsiedler lebte. Erzählt wird, dass Florentius als nun allein Gelassener Gott bat, ihm einen Gefährten zu schicken; tatsächlich kam umgehend ein Bär, den er dann beauftragte, ihm die vier oder fünf Ziegen zu weiden, was dieser sorgfältig verrichtete. Aber vier Mönche aus dem Kloster von Eutychius, die neidisch waren auf dieses Wunder, töteten den Bären; Eutychius kam zu Florentius, um ihn zu trösten, aber der untröstliche Florentius bat Gott um strenge Bestrafung der Schuldigen, die dann von einer mysteriösen Krankheit heimgesucht wurden und jämmerlich starben.

Nach Eutychius' Tod übernahm Florentius das Amt des Abtes im Kloster in Piedivalle, wenig später ging er aber offenbar nach Foligno, wo er starb.

Eutychius wurde in der Kirche des Klosters in Piedivalle bestattet, an seinem Grab ereigneten sich Wunder. Begräbnisstätte von Florentius wurde der Dom in Foligno. Papst Gregor „der Große” würdigte die beiden in seinen Dialogen.

Das Kloster in Piedivalle wurde zu einem wichtigen Zentrum des benediktinischen Mönchtums, im frühen Mittelalter reich mit Spenden und Gütern bedacht. Berühmt wurden seine Bibliothek und das Skriptorium, in dem liturgische Werke geschrieben wurden. Die Abtei wurde 1997 durch das Erdbeben beschädigt und anschließend restauriert, durch die Erdbeben 2016 wurde sie erneut schwer beschädigt und erhebliche Teile zerstört.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.12.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/90580
• https://it.wikipedia.org/wiki/Abbazia_di_Sant%27Eutizio

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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