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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ghebre Michael

Amharisch: Gabra Mikā'ēl

Gedenktag katholisch: 14. Juli
gebotener Gedenktag bei den Vinzentinern / Lazaristen und den Barmherzigen Schwestern: 30. August

Name bedeutet: M: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Priester, Mönch, Märtyrer
* 1788 in Dibo bei Mertule Maryam in Äthiopien
† 28. August 1855 in Äthiopien


Ghebre - amharisch für: Diener - Michael wurde 1813 Mönch der Äthiopisch-Orthodoxen Kircheim Kloster Mertule Maryam. 1841 pilgerte er über Kairo nach Rom. Der katholische Missionar in Äthiopien Justinus de Jacobis bewog ihn, dass er 1844 zum Katholizismus übertrat und 1851 zum Priester geweiht wurde. Er leitete die Missionsstation der von Vinzenz von Paul gegründeten Lazaristen - heute == Vinzentiner genannt - in Gwada in Amhara. Er verfasste ein Wörterbuch der altäthiopischen Sprache Ge'ez und einen Katechismus in seiner Muttersprache und war in der Ausbildung eines einheimischen KlerusEin Klerus ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. tätig. Als Konvertit und damit Staatsfeind wurde er verhaftet und gefoltert, woran er starb.

Kanonisation: 1926 wurde Ghebre Michael seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.11.2014

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• www.diva-portal.org/diva/getDocument?urn_nbn_no_ntnu_diva-753-1__fulltext.pdf
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.