Ökumenisches Heiligenlexikon

Gratian von Kotor

italienischer Name: Grazia, Graziano

Gedenktag katholisch: 9. November
nicht gebotener Gedenktag bei den Augustiner-Eremiten 7. November
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Eisenstadt: 8. November

Name bedeutet: der Gnädige (latein.)

Ordensmann
* 27. November 1438 in Mulla, heute Muo, Ortsteil von Kotor in Montenegro
9. November 1508 in Venedig in Italien


Giacomo Guardi: Kloster San Cristoforo auf der damaligen gleichnamigen Insel, um 1800
Giacomo Guardi: Kloster San Cristoforo auf der damaligen gleichnamigen Insel, um 1800

Gratian war Seemann und Fischer. Nachdem er im Alter von 30 Jahren in Venedig eine Predigt des Augustiners Simonetto von Camerino gehört hatte, trat er als Laienbruder im Augustinerkloster Monte Ortone in Abano Terme in den Orden ein; dieses Kloster zeichnete sich aus durch strenge Disziplin in der Einhaltung der Ordensregel. Gratian wurde ein Vorbild an Demut, Fleiß, Bußgeist und Liebe zur EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23.. Um 1475 wurde er ins 1436 von den Augustinern übernomene damalige Kloster San Cristoforo auf der damaligen gleichnamigen Insel in Venedig 1 verlegt, wo nach der Überlieferung immer ein mysteriöses Licht auf seine Zelle fiel und durch seine Fürsprache zahlreiche Wunder geschahen. Im Alter wurde er schwer krank, er starb in seinem Kloster.

Gratians Reliquien werden in seinem Heimatort Mulla in Montenegro verehrt.

Kanonisation: Papst Leo XIII. bestätigte 1889 die Verehrung von Gratian.

heutige Kapelle San Cristoforo auf der Friedhofsinsel San Michele
heutige Kapelle San Cristoforo auf der Friedhofsinsel San Michele

1 1807 wurde das Kloster San Cristoforo geschlossen, alle Gebäude wurden abgerissen, die Insel wurde mit der Insel San Michele verbunden und darauf der Stadtfriedhof errichtet und mit einer Mauer umgeben. An der Stelle des früheren Klosters wurde die achteckige Kapelle San Cristoforo errichtet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 27.11.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/90165
• https://www.conoscerevenezia.it/?p=26740
• http://www.archiviodistatovenezia.it/siasve/cgi-bin/pagina.pl?Tipo=ente&Chiave=794

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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