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Ökumenisches Heiligenlexikon

Jakob von Sarug

auch: von Serugh

Gedenktag katholisch: 29. November

Gedenktag armenisch: 5. Juni

Gedenktag syrisch-orthodox: 29. Juli, 29. November
bedacht in der Jakobus-Anaphora

Name bedeutet: der Nachgeborene
oder: Gott schützt (hebr.)

Bischof von Batna
* um 451 in Kurtam am Euphrat bei Sarug / Batnae, heute Suruç in der Türkei
† 29. (?) November 521 in Batnae, heute Suruç bei Şanlıurfa in der Türkei (?)


Das ehemalige, Jakob geweihte Kloster südlich von Şanlıurfa
Das ehemalige, Jakob geweihte Kloster südlich von Şanlıurfa

Jakob hat wohl die damals berühmte Schule von Edessa - dem heutigen Şanlıurfa - besucht und dort zunächst als Priester gewirkt. Popularität erlangte er durch die Bekämpfung der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon. Dieses hatte die Lehre von den zwei Naturen Christi als Dogma festgelegt, den im Orient weit verbreiteten Monophysitismus hingegen verdammt. Umstritten war auch seine Lehre über Maria als jungfräulicher Mutter Jesu, die für ihn aber nicht frei von Sündhaftigkeit war.

Die Position Jakobs zu den Lehren des Konzils von Chalkedon wurde von Kirchengeschichtsforschern inzwischen teilweise hinterfragt. Briefe, in denen Jakob eine von diesen abweichende Lehre über die Naturen Christi vertrat, wurden dann für nicht authentisch erklärt, und die Tatsache, dass er 518 Bischof wurde - in dem Jahr, in dem Kaiser Justin I. einen Ausgleich mit den Anhängern des Konzils suchte - so ausgelegt, dass Jakob ein Anhänger des Konzils gewesen sein musste. Tatsächlich vertrat Jakob in Briefen an Mar Bass 512 einen Monophysitismus, vielleicht im Sinne eines Miaphysitismus, denn zwei Naturen würden eine Aufspaltung Christi bedeuten; er orientierte sich an Cyrill von Alexandria, hielt daran fest, dass Christus voller Gott und voller Mensch ist und bezog auch eindeutig Position gegen Nestorius. Die Beschlüsse von Chalcedon lehnte er dennoch als unnötigen Zusatz ab, die Bekenntnisse des 1. Konzils von Nicäa und des 1. Konzils von Konstantinopel betrachtete er als ausreichend und bewahrte insoweit die Tradition der Lehren der syrischen Theologie und insbesondere die von Ephraem dem Syrer, die er in Edessa kennengelernt hatte.

Jakob soll zeitweilig bis zu 70 Schreiber beschäftigt haben, die Stoffe des Alten TestamentsWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde. und des Neuen Testaments sowie Lebensgeschichten und Legenden von Heiligen bearbeiteten. Im Verlauf der Jahre 502/503 wurde Jakob zum Periodeuten - einem für Visitation und pastoralen Betreuung zuständigen Priester - im Bergland von Hauran erhoben, 518 wurde er wohl noch zum Bischof von Batnae gewählt, gab dieses Amt aber bereits ein Jahr später wieder auf.

Jakobs Grab wird heute in der syrischen Kirche in Diyarbakır in der Türkei verehrt.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Catholic Encyclopedia

  Die Gedichte von Jakob gibt es in deutscher Übersetzzung in der Biliothek der Kirchenväter bei der Universität Fribourg.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.12.2016

Quellen:
• Michael Hanst. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †(Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. II, Hamm 1990

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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