Ökumenisches Heiligenlexikon

Joseph Marello

italienischer Name: Giuseppe

Gedenktag katholisch: 30. Mai

Name bedeutet: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Bischof von Ácqui, Ordensgründer
* 26. Dezember 1844 in Turin in Italien Sovana
30. Mai 1895 in Savona bei Genua in Italien


Joseph, Sohn von Vincenzo Marello und Anna Maria geb. Viale, wurde in der Kirche Corpus Domini in Turin getauft. Als er drei Jahre alt war, starb seine Mutter. 1856 trat er in Asti ins Priesterseminar ein, das er aber am Ende seines Philosophiestudiums im Juni 1862 verließ, um in Turin eine technisch-kaufmännische Ausbildung aufzunehmen. Nachdem er im Dezember 1863 schwer an Typhus erkrankt war, kehrte er im Februar 1864 ins Priesterseminar zurück und wurde 1868 in Asti zum Priester geweiht. Als Sekretär des Bischofs begleitete er diesen 1869 zum 1. Vatikanisches Konzil nach Rom. 1880 bis 1882 war er geistlicher Leiter des Priesterseminars und Kanoniker der Kathedrale. Schon 1872 hatte er in Asti die Kompanie vom heiligen Joseph gegründet, eine Laiengemeinschaft mit apostolischen Aufgaben. 1878 gründerte er die Kongregation der Oblati di San Giuseppe, der Oblaten vom heiligen Joseph, eine Gruppe junger Menschen mit gemeinsamem Leben und im Dienst eines Waisenhauses, 1892 verfasste er die Regel. 1882 übernahm Joseph Marello die Verwaltung des Hospizes der chronisch Kranken in Asti, das 1885 ins ehemalige Kloster Santa Chiara umzog, wo er nun lebte.

Denkmal an der Rosenkranz-Basilika in Pompei
Denkmal an der Rosenkranz-Basilika in Pompei

1889 wurde Joseph Marello Bischof von Acqui Terme bei Alessandria in Italien. Als er Ende Mai 1895 auf Einladung der Piaristen in Savona weilte, um die Feierlichkeiten zum 300. Todestag von Philipp Neri im Sanktuarium Nostra Signora della Misericordia zu leiten, starb er dort plötzlich, wohl auch wegen seiner Sorgen über die ungewisse Zukunft seiner Oblaten vom heiligen Joseph.

Kanonisation: Joseph Marello wurde am 26. September 1993 von Papst Johannes Paul II. selig- und am 25. November 2001 vom selben Papst heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.05.2022

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Marello - abgerufen am 09.05.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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