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Ökumenisches Heiligenlexikon

Joseph Samakos, der Geheiligte

Gedenktag orthodox: 22. Januar

Name bedeutet: Gott hat hinzugefügt (hebr.)

Mönch, Priester
* um 1440 in Keramoi, wohl heute Azokeramos bei Sitía auf Kreta in Griechenland
22. Januar 1511 in Candia, heute Iráklio auf Kreta in Griechenland


Dorfkirche und zerfallene Häuser in Azokeramos
Dorfkirche und zerfallene Häuser in Azokeramos

Joseph, fromm erzogen, kam in jungen Jahren ins Kloster Panagia Akrotirianí, das der Panagia Akrotirianí, der Maria auf dem Kap, geweiht ist und seit der osmanischen Zeit Toploú heißt, damals in geistiger Blüte und unter der direkten Schirmherrschaft des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - stand.

Kloster Toploú
Kloster Kloster Toploú

Joseph zeichnete sich aus durch sein Leben in der Tradition der asketischen Väter und kam dann in ein kleines Kloster nach Candia, das Johannes geweiht war und dem Kloster Toploú bei Sitía unterstand; nach der Machtübernahme durch die Osmanen wurde das Kloster eine Kaserne, dann ein osmanisches Waisenhaus, danach eine Tabakdörre, heute steht auf dem Gelände auch die Dreieinigkeits-Kirche. Das Kloster wurde von Abt Geronda geleitet; nach dem Tod seiner Eltern verteilte Joseph sein Erbe an die Armen, wurde zum Mönch geweiht und bald schon aufgrund seiner Tugend, seiner Weisheit und seiner Klugheit auch zum Priester.

ehemaliges Johannes-Kloster in Iráklio, rechts die heutige Kirche Agia Triada
ehemaliges Johannes-Kloster in Iráklio, rechts die heutige Kirche Agia Triada

Joseph war so voll von Nächstenliebe zu den Armen und asketischer Lebensweise, dass er oft auf eigene Nahrung verzichtete und sogar das aus der Liturgie übriggebliebene Opferbrot - Prosphora genannt - verschenkte. Eines Tages hatte er wieder die Prosphora an Arme verteilt und vergessen, eine für die Liturgie zu behalten, was ihm sein Helfer traurig mitteilte; Joseph betete und Gott stellte dann Prosphora für die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. bereit: einen ganzen Haufen warmer, gut gebackener Opferbrote. Erzählt wird auch die vom Antisemitismus jener Zeit geprägte Episode, wonach er auf der Straße Juden begenete, die ihm Wein anboten; er trank einen Schluck und gab den Rest zurück, was die Juden als Beleidigung empfanden und ihn deshalb beim Richter anklagten, der ihn aber frei sprach.

An Josephs Grab ereigneten sich viele Wunder - v. a. Heilungen von Krankheiten - und vielen Menschen wurden dort Visionen zuteil. Deshalb wurden seine Gebeine nach einigen Jahre erhoben, dabei erwiesen sie sich als unverwest und strahlten göttlichen Duft aus. Als die Osmanen auf Kreta einfielen, brachtete der Priester Antonios Armakis 1669 Josephs Gebeine auf die Insel Zakynthos in das im 17. jahrhundert gegründete, Johannes Manteios, dem Vorhersager, geweihte Kloster bei Chartata.

Vom inzwischen verlassenen Kloster bei Chartata kamen die Reliquien 1915 in die heute Joseph geweihte Kirche nach Gaitáni bei Zakynthos-Stadt.

Joseph geweihte Kirche in Gaitáni auf Zakynthos
Joseph geweihte Kirche in Gaitáni auf Zakynthos




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 20.05.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2013/01/saint-joseph-samakos-sanctified-1511.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.