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Ökumenisches Heiligenlexikon

Michael Kozal

polnischer Name: Michał

Gedenktag katholisch: 26. Januar
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum München-Freising: 12. Juni
gebotener Gedenktag in Polen: 14. Juni

Name bedeutet: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Weihbischof von Wloclawek, Märtyrer
* 25. September 1893 in Nowy Folwark, Stadtteil von Krotoszyn in Polen
† 26. Januar 1943 in Dachau in Bayern


Michael Kozal
Michael Kozal

Michael, Sohn von Johann Kozal und Marianna geborener Płaczkó, die als Bauern auf dem Rittergut eines preußischen Junkers arbeiteten, trat 1914 ins Priesterseminar in Gnesen / Gniezno ein und wurde 1918 dort zum Priester geweiht. Nachdem er als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. in verschiedenen Pfarreien gewirkt hatte, wurde er 1922 Präfekt des katholischen humanistischen Mädchengymnasiums in Bromberg / Bydgoszcz und 1927 Spiritual am Priesterseminar in Gnesen, wo er 1929 bis 1939 auch Rektor war. 1933 ernannte ihn Papst Pius XI. zum Päpstlichen Kammerherrn, im Juni 1939 Papst Pius XII. zum Weihbischof in Włocławek und zum Titularbischof von Lappa. Nachdem der Bischof von Włocławek nach der Deutschen Bestzung Polens gezwungen wurde das Land zu verlassen, war Michael Diözesanadministrator.

Michael Kozal protestierte vergeblich gegen die kirchenfeindlichen Maßnahmen der Besatzer. Im November 1939 wurde er zusammen mit vielen Priestern seiner Diözese und allen Seminaristen und Professoren des Priesterseminars von Włocławek von der Gestapo verhaftet und nach fast zehn Wochen Verhör und Folter im Kloster der Salesianer in Ląd interniert. Im April 1941 wurde Michael ins Konzentrationslager Dachau gebracht, wo er wiederholt gefoltert, geschlagen und misshandelt wurde. Im Januar 1943 kam er wegen einer Mittelohrentzündung auf die Krankenstation des Lagers, wo er mit einer Giftspritze ermordet wurde; als offzielle Todesurache wurde Typhus angegeben.

Die Bitte der Mithäftlinge, den Leichnam auf dem Friedhof beizusetzen, wurde abgelehnt, Michael wurde im Krematorium des Konzentrationslager eingeäschert, die Asche verstreut. Der Antrag der Familie auf Aushändigung der Urne und der persönlichen Gegenstände wurde abgelehnt.

Kanonisation: Insassen und Zeugen des Martyriums von Michael Kozal baten schon 1946, das Verfahren zur Seligsprechung einzuleiten, was aber erst 1957 erfolgte. Michael Kozal wurde dann am 14. Juni 1987 durch Papst Johannes Paul II. in Warschau seliggesprochen.
Patron von Włocławek und Krotoszyn; der Diözese Bydgoszcz

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 03.08.2017

Quellen:
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Micha%C5%82_Kozal

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.