Petrus degli Onesti
italienischer Name: Pietro degli Onesti
Gedenktag katholisch: 29. März
Name bedeutet: der Fels (latein.)
Petrus aus der dem Papst nahestehenden Adelsfamilie der Onesti, ein entfernter
Verwandter von Romuald von Camaldoli, lebte einige Jahre im Heiligen Land. Auf
der Heimreise geriet sein Schiff 1096 in einen schweren Sturm und drohte zu sinken. Peter gelobte, eine Kirche zu Ehren von
Maria zu errichten, sollte er das Festland erreichen. Er landete tatsächlich wohl
behalten in der Nähe einer kleinen, Maria geweihten Kirche. In Erfüllung seines Versprechens renovierte er diese Kirche und
baute sie aus zur Kirche Santa Maria in Porto Fuori.
Petrus schloss sich der kleinen Gemeinschaft von Regularkanonikern an,
die dort schon lebte, und errichtete für sie 1099 an dieser Kirche das Kloster; bald darauf wurde er zu ihrem Oberen ernannt.
Er gab seiner Gemeinschaft eine Regel nach der Regel der Augustiner; diese wurde 1116
von Papst Paschalis II. bestätigt und später auch von vielen anderen Gemeinschaften der Augustiner-Chorherren übernommen,
woraus die Kongregation der Canonici regolari di Santa Maria in Porto
, der Regularkanoniker von Santa Maria in
Porto
entstand.
Madonna Greca, in der Kirche Santa Maria in Porto in Ravenna
Am Ostersonntag, dem 8. April 1100, ereignete sich der Überlieferung nach das Wunder,
dass Engel eine schwere Marmorplatte mit dem Bildnis der
Maria am nahen Strand ablegten. Die
Kanoniker bewahrten in ihrer Kirche
Santa Maria in Porto Fuori nun das Bildnis, das
den Namen Madonna Greca
, Griechische Madonna
erhielt. Es stammt aus Konstantinopel - dem heutigen
Ístanbul - und aus der Zeit vor dem
Konzil von Ephesus. Es wurde eine Bruderschaft gegründet; eines der ersten
Mitglieder war Mathilde von Tuszien. 1570 wurde die Marmorplatte in
die dafür neu errichtete Kirche Santa Maria in Porto
innerhalb der Stadtmauern von Porto übertragen.
Petrus wurde in seiner Kirche Santa Maria in Porto Fuori in Ravenna bestattet.
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Adalward von Verden
Xenia von Kalamata
Wulfila Ulfilas
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 06.01.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Peter_de_Honestis - abgerufen am 06.01.2026
• https://it.wikipedia.org/wiki/Madonna_Greca_(Ravenna) - abgerufen am 06.01.2026
• https://it.wikipedia.org/wiki/Canonici_regolari_di_Santa_Maria_in_Porto - abgerufen am 06.01.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.