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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ṣalīb

auch ΠΙСΤΑΥΠΟС

Gedenktag koptisch: 29. November

Name bedeutet: das Kreuz (koptisch)

Märtyrer
* im Dorf Hūr (oder Ibsādah) bei Al-Ašmūnayn in Ägypten
oder: im Dorf Dalǧah in Oberägypten
† 29. November 1512 in Kairo in Ägypten


Ṣalīb wurde in jungen Jahren von seinen Eltern zur Heirat einer Verwandten gezwungen, vereinbarte mit seiner Frau aber eine Ehe in Keuschheit. Er verließ dann seine Heimat und besuchte die Wüstenklöster. Seine Eltern suchten und fanden ihn, wollten ihn in Ketten legen, aber diese fielen von seinen Händen und Füßen ab; ob des Wunders ließen sie ihn frei und folgten selbst seinem Weg.

In der Hoffnung auf das Martyrium begann Ṣalīb, sich offen als Christ zu bekennen, wo auch immer er sich befand; vom Statthalter Oberägyptens wurde er deshalb verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Später wurde er nach Kairo vor Sultan Qanṣūrah al-Gūrī vorgeladen, der ihm anbot, den Islam anzunehmen und so die Freiheit wiederzuerlangen. Ṣalīb weigerte sich entschieden, deshalb wurde er an ein Kreuz gebunden, auf dem Rücken eines Kamels durch die Straßen Kairos getragen, schließlich wurde er enthauptet und ins Feuer geworfen; die Flammen verschlangen ihn aber erst nach drei Tagen.

Die Christen brachten Ṣalībs Leichnam zu Patriarch Johannes XIII. Dieser ordnete eine Prozession mit seine Gebeinen an und ließ ihn dann in der Kirche von Ḥārit Zuwaylah in Kairo begraben, an der er selbst residierte. 1987 gab Patriarch Schenuda III. die Zustimmung, eine Reliquie in die Kirche der Jungfrau in den Geburtsort Ṣalībs zu übertragen.

Der damals lebende muslimische Geschichtsschreiber Ibn Ayyās schrieb, dass Ṣalīb aus Dalǧah stammte und den Propheten Mohammed beleidigte, deshalb zum Sultan al-Gūrī gebracht wurde, vor dem er seinen Christenglauben bekräftigte und sich weigerte, zum Islam überzutreten. Zum Tod verurteilt wurde er auf den Rücken eines Kamels gesetzt, dem öffentlichen Spott in den Straßen Kairos ausgesetzt, dann unter dem Fenster der Schule von al-Ṣāliḥiyyah enthauptet. Das Volk warf dann die Leiche ins Feuer, während der Nacht fraßen die Hunde seine Reste.

Die Kenntnisse über Salib stammen neben der Überlieferung des Ibn Ayyās aus einigen arabischen Handschriften und aus dem Antiphonarium.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014

Quellen:
• Bibliotheca sanctorum orientalium. Gir - Z: Vol II., Roma, Città Nuova, 1999. Dank an C.S., Brief vom 20. April 2013

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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