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Ökumenisches Heiligenlexikon

Scholastika

Gedenktag katholisch: 10. Februar
gebotener Gedenktag
Fest im Benediktinerorden und im weibl. Zweig des Zisterzienserordens
kann im weiblichen Zweig des Trappistenordens als Fest gefeiert werden
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.

im Prämonstratenserorden: 9. Februar
Übertragung der Gebeine: 8. Juni, 11. Juli

Gedenktag anglikanisch: 10. Februar

Gedenktag orthodox: 10. Februar

Name bedeutet: die Gelehrte (griech. - latein.)

Nonne
* um 480 in Nursia, heute Norcia in Italien
† um 542 beim Kloster Montecassino in Italien


moderner Bronzeguss: Scholastika mit Taube und Lilienzweig, am Eingang zum Kloster Montecassino
moderner Bronzeguss: Scholastika mit Taube und Lilienzweig, am Eingang zum Kloster Montecassino

Scholastika, die (Zwillings- ?) Schwester von Benedikt von Nursia, wurde schon als Kind Gott geweiht. Sie lebte im Kloster in Subiaco, dann beim Kloster Montecassino, von wo aus sie einmal im Jahr ihren Bruder besuchte.

Eines Tages besuchte Benedikt seine Schwester; sie bat ihn, einige Tage bei ihr zu bleiben, was er ablehnte, da dies gegen seine Mönchsregel verstoßen hätte. Da bat Scholastika Gott, er möge ein Unwetter schicken, das Benedikt an der Heimkehr hindere. Tatsächlich kam das Unwetter, Benedikt musste sich gegen die Befolgung seiner Regel und für die Zuwendung zu seiner Schwester entscheiden. In andächtigen Gesprächen über die Freuden des Himmels verbrachten sie die Nacht und die folgenden drei Tage, bis Scholastika unerwartet starb; Benedikt sah ihre Seele als weiße Taube gen Himmel fliegen. Er bestattete sie am Kloster Montecassino in dem Grab, das er für sich vorgesehen hatte, und in das er 547 auch gelegt wurde.

Die Nachrichten über Scholastikas Leben gehen auf Gregor den Großen zurück. Er zeichnete sie als Frau, der die Gaben des wunderwirkenden Gebets und der vollkommenen Gottesliebe gegeben waren und die als geistliche Lehrerin ihres Bruders Benedikt wirkte - worauf schon ihr Name hinweist. Historiker bezweifeln Scholastikas Existenz und meinen, Gregor habe mit seiner Schilderung den Triumph der Caritas verherrlichen wollen. Die von Alberich von Montecassino im 11. Jahrhundert verfasste Lebensgeschichte erweiterte die Erzählung Gregors unter Hinzufügung einiger Wunder.

Michael Erhart: Scholastika. Ausschnitt aus dem Mittelteil des Altars der Kirche der Benediktinerabtei Blaubeuren, 1493 - 94
Michael Erhart: Scholastika. Ausschnitt aus dem Mittelteil des Altars der Kirche des ehemaligen Klosters der Benediktiner in Blaubeuren, 1493 - 94

Angebliche Reliquien von Scholastika und ihres Bruders Benedikt wurden in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhundert nach Frankreich gebracht - die von Scholastika nach Le Mans und 873 nach Juvigny-sur-Loison. Nach der dritten Zerstörung des Klosters Montecassino im Jahr 1944 soll das Doppelgrab von Benedikt und Scholastika dort wieder entdeckt worden sein.

Attribute: Taube, Regelbuch
Patronin der Nonnen, für Regen, gegen Blitzschlag und Sturm, Krämpfe bei Kindern

Benedikt und Scholastika in Nursia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.07.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000