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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

17. Dezember

1. † am Samstag, dem 17. Dezember 634, entschlief in Jerusalem, der heilige Bischof Modestus, Patriarch von Jerusalem. Er war Abt der LauraEine Laura (von griech.„Λαύρα, enge Gasse”) ist eine Art Einsiedlergemeinschaft, bei der die Mönche während der Wochentage jeweils für sich alleine in Höhlen lebten und nur am Wochenende zur Feier der „Göttlichen Liturgie”, zum Gebet, zum gemeinsamen Mahl und zum brüderlichen Beisammensein zusammenkommen. des heiligen Theodosius (11. Januar 529/7) in der Wüste Judäas, Deîr Dosi genannt. Seit der Eroberung der Heiligen Stadt und der Gefangennahme des heiligen Patriarchen Zacharias (siehe 3. Mai, 1/14) durch die Perser im Jahr 614, leitete er das Patriarchat als Stellvertreter und bemühte sich um Linderung der Not und Wiederaufbau von Kirchen und Klöstern. Nach dem Abzug der Perser 628 und der Nachricht vom Tod des exilierten Patriarchen, wurde er 630 zum Patriarchen gewählt und konnte am 14. September dieses Jahres den siegreichen Kaiser Heraklius mit dem Unbesiegbaren Heiligen Kreuz feierlich in Jerusalem empfangen und das Heilige Kreuz wieder auf dem Golgothafelsen, im Bereich der Konstantinischen Basilika, aufrichten; seitdem wird dieser Gedenktag in der ganzen Christenheit als Fest Kreuz-Erhöhung (14. September 530/1) gefeiert. Er wurde in der Apostelkirche auf dem Ölberg beigesetzt.
Siehe auch 3. Mai, 1/15

2. † am Donnerstag, dem 17. Dezember 638, zur Zeit des griechischen Kaisers Heraklius in Konstantinopel, drei Jahre nach der Eroberung Gazas durch den mohammedanischen Feldherrn Ambrus, zehn Monate nach der kampflosen Einnahme von Jerusalem durch den Kalifen Omar Ibn Al-Khattab von Damaskus, wurden in Gaza 50 christliche Soldaten zu Märtyrern. Die mohammedanischen Araber unter Führung des Kalifen Omar von Damaskus, begannen die Eroberung des Heiligen Landes 634, eroberten 635 nach der Schlacht vor Gaza diese wichtige Küstenstadt und machten sie zur Hauptverwaltungsstadt, besiegten das christliche Heer 636 auch in der Schlacht am Yarmuk und erreichten im Frühjahr 638 nach kurzer Belagerung die kampflose Übergabe Jerusalems durch den Patriarchen Sophronius (11. März 639/5). 635 nach ihrem Sieg in der Schlacht bei Gaza, belagerten die mohammedanischen Truppen die Stadt Gaza kurz und erreichten die Übergabe durch Abschließen einer Kapitulationsurkunde, nach der den etwa 60 christlichen Soldaten freies Geleit versprochen wurde. Aber an diese Kapitulationsurkunde Gazas hat sich der arabische Befehlshaber Ambrus nicht gehalten, denn er befahl den etwa 60 Soldaten, die sich ergeben hatten, sofort den Glaubensabfall vom Christentum und das Bekenntnis zum Islam. Da alle sich weigerten, mussten sie sich von ihren Frauen, Söhnen und Waffen trennen, wurden in Ketten gelegt und in Gefangenschaft gehalten. Nach dreißig Tagen wurden sie verlegt nach Eleutheropolis, Ελευθεροπολις Freie-Stadt, wie Kaiser Septimius Severus (um 200) diese bei seinem Besuch mit neuem Namen und Privilegien genannt hatte; damals eine wichtige Stadt zwischen Gaza und Jerusalem, zur Kreuzfahrerzeit Bethgebrin oder Gibelin genannt, heute Bet Guvrin. Fünf Monate lang wurden die Gefangenen immer wieder zum Glaubensabfall aufgefordert, danach in Ketten nach Jerusalem geführt. Damals war der Emir vom ganz frisch eingenommenen Jerusalem Befehlsempfänger des Ambrus von Gaza. Der damalige Patriarch von Jerusalem, der heilige Sophronius hat die Gefangenen oft nachts besucht und zum treuen Durchhalten ermuntert. Nach zehn Monaten bat der Emir von Jerusalem den Ambrus von Gaza um erneute Weisung. Zur Abschreckung sollte er zehn Soldaten, darunter den führenden Offizier Callidicus, hinrichten lassen, um dem Befehl des Glaubensabfalls Nachdruck zu verleihen. Die Enthauptung der Zehn erfolgte am 11. November 638 in Jerusalem (6. November/6). Aus der beigefügten Namensliste dieser am 11. November hingerichteten Jerusalemer Märtyrer ist schon ersichtlich, dass sie zwei Kohorten angehörten: die der Skythen und die der Freiwilligen. Diese Jerusalemer Märtyrer wurden vom Patriarchen Sophronius in der Nähe des Stephanusgrabes begraben. 30 Tage später erhielt der Emir aus Gaza den Befehl, die noch 50 Übrigen in Ketten wieder nach Gaza abführen zu lassen. Dort wurden ihnen ihre Frauen und Söhne vor Augen geführt, um sie zum Abfall zu bewegen. Als auch das nicht den gewünschten Erfolg brachte, wurden sie am Donnerstag, dem 17. Dezember 638, zur sechsten Tagesstunde, also mittags um 12 Uhr, von sarazenischen Kriegern eingekreist und niedergemacht. Christen kauften für 3.000 Solidi die Leichen frei, trugen sie nach Eleutheropolis und begruben sie dort; sie errichteten über diesem gemeinschaftlichen Märtyrergrab eine der Allerheiligsten Lebensspendenden und Wesenseinen Dreifaltigkeit geweihte Kirche. Nach diesem Bericht folgen 46/47 Namen, aufgegliedert nach den beiden Kohorten, (in der mir vorliegenden Quelle BHL 5672m ist ein Name mehr genannt, hier 22 a + b), ohne Hinweis darauf, warum bei der Zahl 50 drei/vier Namen fehlen.
aus der Kohorte der Skythen:
•  1. Joannes,
•  2. Paulos,
•  3. Joannes,
•  4. Paulos,
•  5. Photinus,
•  6. Zitas,
•  7. Eugenios,
•  8. Muselius,
•  9. Joannes,
• 10. Stephanos,
• 11. Theodoros,
• 12. Joannes der Vater und sein Sohn Theodor,
• 13. Theodor, der Sohn des Joannes,
• 14. Georg,
• 15. Theopemptus,
• 16. Georg,
• 17. Sergius,
• 18. Georg,
• 19. Theodor,
• 20. Cyriacus,
• 21. Joannes,
• 22. a. Zitas und
• 22. b. Joannes,
• 23. Philoxenus,
• 24. Georg,
• 25. Joannes
• 26. Georg
und aus der Cohorte der Freiwilligen:
• 27. Theodosios,
• 28. Epiphanios,
• 29. Joannes,
• 30. Theodor,
• 31. Sergios,
• 32. Georg,
• 33. Thomas,
• 34. Stephan,
• 35. Conon,
• 36. Theodor,
• 37. Paul,
• 38. Joannes,
• 39. Georg,
• 40. Joannes,
• 41. Joannes,
• 42. Paulinus,
• 43. Caiumas,
• 44. Abramius,
• 45. Marmises, und
• 46. Marinus

Im Martyrologium Romanum 1956 wurden am 17. Dezember genannt: In Eleutheropolis in Palästina die heiligen Märtyrer Florian, Calanicus und 58 Gefährten. Im neuen Martyrologium Romanum 2001 ist Florian weggelassen, der in einer anderen sehr legendarischen Quelle (BHL 3053b) eine große Rolle spielt. Die sonst häufige Überschrift: Die 60 Märtyrer von Gaza ist, wie 1956, auf die Stadt Eleutheropolis fokusiert. Der Name Callanicus fehlt heute, weil er mit neun Gefährten in Jerusalem am 11. November das Martyrium erlitt, somit ist die Zahl der Märtyrer hier auf fünfzig, statt sechzig, reduziert. Die erste Gruppe der Sechzig, nämlich die zehn von Jerusalem, ist im neuen Martyrologium Romanum 2001 vorverlegt auf den 6. November 638/6

3. † an einem 17. Dezember um 655, entschlief in der Bretagne, der heilige König Judicaël, Gicquel, Sohn des Königs Juthaël und der Knigin Pritelle, Bruder der heiligen Euriëlla (1. Oktober, 7. Jahrhundert) und des heiligen Jodocus (13. Dezember, um 669/5), der 632 König von Domnonia im nördlichen Teil der Bretagne wurde; er setzte sich sehr erfolgreich ein für eine Versöhnung von Bretonen und Franken; da er Gott zuliebe auf sein Königtum verzichten wollte, aber sein Bruder Jodocus zog sich zum Eremitenleben zurück, um das Erbe nicht übernehmen zu müssen, begab er sich 636 mit dem heiligen Eligius, Eloi, (1. Dezember 660/7) zum König Dagobert I. und schloss mit diesem den Vertrag ab, dass er sein Königreich dem Dagobert unterwarf; danach zog er sich zurück in die Klostergründung des heiligen Méen, Mevenus (21. Juni, 6. Jahrhundert/2), die Abtei Saint-Jean-Baptist in Saint-Méen de Gaël, Vannes, die er reich beschenkte und ausbaute; dort ist er am 17. Dezember 650 oder 658 entschlafen.

4. † am 17. Dezember 693, entschlief in Andenne, bei Namur, Namen, die heilige Begga, die Schwester der heiligen Gertrud von Nivers, Nijvel, (17. März 659/4), Witwe des Ansegisel, des Sohnes des heiligen Arnold von Metz (18. Juli 640/6), die im Jahr 691 dieses Kloster gegründet hat. Ihr Sohn war Pippin von Herstal, der Gründer des karolingischen Königshauses. Nach einer Pilgerreise nach Rom baute sie in Andenne sieben Kapellen, zur Erinnerung an die sieben Basiliken.

5. † am Freitag, dem 17. Dezember 779, entschlief in seiner Abtei Fulda, der heilige Abt Sturmius, Sturmi, 64 J., gebürtig aus Oberösterreich, der sich 18-jährig dem heiligen Bonifatius (5. Juni 754/1) anschloss, von diesem zur Ausbildung in sein Kloster Fritzlar geschickt wurde und 740 zum Priester geweiht worden ist. Am 12. März 744 beauftragte Bonifatius ihn mit der Errichtung des Klosters Fulda, das Monasterium Sanctissimi Salvatoris vom Allerheiligsten Erlöser, genannt wurde, in medio nationum praedicationis nostrae, in der Mitte der Völker unserer Predigt; 747 schickte er ihn auf ein Jahr nach Montecassino, zur Vertiefung seiner benediktinischen Spiritualität; auf der Rückreise 749 erkrankte er nahe Kitzingen am Main schwer und wurde von den dortigen Benediktinerinnen, unter der Äbtissin Thecla (15. Oktober 790/4), gesund gepflegt; 751 schickte Bonifatius seinen engsten Mitarbeiter Lullus (16. Oktober 786/9) aus Mainz nach Rom zu Papst Zacharias (15. März 752/2) und erhielt für seine Lieblingsabtei Fulda am 4. November 751 das Privileg der Exemption, so dass sie keinem Ortsbischof, sondern nur dem Papst persönlich unterstand. 754 übernahm er, dem Wunsch des Märtyrers entsprechend, die Gebeine des heiligen Bonifatius, zur Beisetzung in der Krypta der Abteikirche; für die Überführung von Utrecht nach Mainz und von dort nach Fulda hatte Lullus gesorgt. Als der Mainzer Bischof auch Fulda seinem Bistum inkorporieren, einverleiben, wollte, konnte, mit Hilfe auch der Exemption, Sturmi knapp siegen, musste aber persönlich dafür 763 - 765 die Verbannung im Kloster Jumièges in der Normandie auf sich nehmen. 779 schloss er sich dem Kriegszug Karls des Großen gegen die Sachsen an, erkrankte aber unterwegs so schwer, dass er mit knapper Not sein Leben um kurze Wochen verlängern konnte, um in seiner Erlöser-Abtei seine Seele dem Schöpfer und Erlöser zurückzugeben. Er wurde neben Bonifatius beigesetzt. Er wurde 1139 auf dem Zweiten Laterankonzil durch Papst Innozenz II. heiliggesprochen. Seit 1867 findet alljährlich im Herbst am Grab des heiligen Bonifatius die Fuldaer Bischofskonferenz der Bischöfe Deutschlands statt.

6. † an einem 17. Dezember Ende 10. Jahrhundert, entschlief im Kloster San Lorenzo in Latinianon, in Lucania, Mönch Cristoforo, Χριστοφορος Christus-Träger, der aus Collegano auf Sizilien stammte, dort eine glückliche Ehe geschlossen hatte mit seiner Frau Calì, die ihm zwei Söhne geboren hatte, nämlich Saba und Macario (16. Dezember 1005/6), der, auf eine Vision des heiligen Erzengels Michael hin, ein Eremitenleben begann in Crisma und ihm zu Ehren eine Kapelle erbaute. Dann begab er sich in ein Kloster, nahm aus der Hand des Abtes Niceforo, Νικηφορος Sieges-Träger, das Mönchsgewand an und kehrte zurück, um in der Kapelle San Michele in Crisma als Einsiedler zu leben. Aber schon bald folgte ihm seine Familie; die beiden Söhne waren ebenfalls vom Abt Niceforo als Eremiten angenommen worden, seine Frau ließ sich in der Nähe nieder. Eine immer größer werdende Menge Frommer begab sich zu ihnen, ließ sich von ihnen ins Leben der ganzheitlichen Gottesliebe einführen, die Männer von den drei Mönchen, die Frauen von Calì, und es siedelten sich manche in der Nähe an und blieben. Nach dem Sarazeneneinfall 941 siedelte die ganze Gemeinschaft der Eremiten und Zönobiten unter Führung des Cristoforo um nach Kalabrien und Lukanien und ließ sich nieder in Mercurión, wo sie eine neue kleine Michaelskirche errichteten, in deren Umgebung die klösterliche Gemeinde zunahm. Nach einer Pilgerfahrt nach Rom restaurierte Cristoforo das Kloster Santo Stefano in Laino und baute viele Zellen für Eremiten an, dann gründete er das Kloster San Lorenzo in Latinianon. Dort starb er und es folgte ihm bald seine Frau Calì. Die Söhne sorgten für ein ehrenvolles Begräbnis und folgten dem Vater in der Leitung der Männerklöster. Saba lebte ganz wie der Vater im ganz Lucanien. Nach der Rückkehr von einer Pilgerfahrt ins Heilige Land starb er in Rom am 5. Februar 995/6, im Kloster Santo Cesario. Macario entschlief am 16. Dezember 1005/6.

7. † am Mittwoch, dem 17. Dezember 1170, entschlief in Groot-Bijgaarden, Grand-Bigard, bei Brüssel, die heilige Wivina, 70 J., aus der Adelsfamilie d'Oisy, die sich in die Einsamkeit zurückzog; Herzog Gottfried I. von Brabant schenkte ihr ein Grundstück, auf dem sie das Benediktinerinnenkloster Grote Beygaarde errichtete, das von der Abtei Affligem abhängig war; sie wurde aber Äbtissin und wurde weit und breit die größte Wohltäterin der umgebenden Landbevölkerung. Schon 1177 wurde sie, durch die Erhebung ihre Gebeine, nach damalige Brauch heiliggesprochen. Als das Kloster 1796 aufgehoben wurde, kamen ihre Reliquien nach Brüssel in die Kirche Notre-Dame du Sablon, de Zavelkerk; am ersten Sonntag im Mai ist dort alljährlich die große Wiwina-Prozession.

8. † am Dienstag, dem 17. Dezember 1213, entschlief auf dem Monte Celio in Rom, der heilige Priester Joannes de Matha, 53 J., geboren in Faucon bei Vaison-le-Romaine, der in Paris studierte, die Priesterweihe empfing und, zusammen mit dem heiligen Felix von Valois (4. November 1212/10), den Orden der Trinitarier zum Freikauf von Sklaven, aus mohammedanischer Sklaverei, gründete. Papst Innozenz III. und der französische König Philippe II. Auguste unterstützte sie; so konnten sie 1206 in Marokko 186 Christen freikaufen. Der Orden breitete sich auch in Frankreich, Spanien und Italien, die Zentrale wurde nach Rom verlegt. Einmal, als sie etwa 1200 Christen freigekauft hatten, hatten die Mauren ihr Schiff an Ruder und Segeln unbrauchbar für ihre Rückkehr gemacht; da nahmen Joannes und Felix ihre Ordenskutten als Segel, beteten mit hocherhobenem Kreuz und so gelang ihnen die Einfahrt in einen sicheren Hafen. Er wurde 1694 heiliggesprochen. Seine Reliquien wurden aus Rom übertragen in die Trinitarierkirche nach Madrid.

9. † am Dienstag, dem 17. Dezember 1901, entschlief in Barcelona, der heilige Priester José Manyanet y Vives, fast 68 J., geboren in Tremp, Lleida in Spanien. Er studierte in Barbastro, Lleida und Urgell und wurde 1859 zum Priester geweiht. Der Bischof holte ihn in sein Haus und ins Priesterseminar, als seinen Vize-Sekretär, Verantwortlichen für das bischöfliche Haus, Bibliothekar des Seminars und Sekretär für die bischöflichen Visitationsberichte. 12 Jahre blieb er in diesen Dienstan. Bereits 1864 gründete er, mit Genehmigung seines Bischof, die Hijos de la Sagrada Familia Jesús, Maria y José, zehn Jahre später den weiblichen Zweig die Misioneras Hijas de la Sagrada Familia de Nazaret, beide zum Zweck der Heiligung der Familien. Er veröffentlichte 1895 in Barcelona dazu sein Busch La Escuela de Nazaret Casa de la Sagrada Familia. Er wurde beigesetzt in der Kapelle des Mutterhauses in Barcelona. Am 16. Mai 2004 wurde er heiliggesprochen.

10. † am Mittwoch, dem 17. Dezember 1902, entschlief in Don Benito in Bajadoz, die selige Jungfrau Matilde del Sagrada Corazón Télles Robles, 61 J., geboren am Pfingstsonntag, dem 30. Mai 1841, in Robledillo de la Vera in Cáceres, aufgewachsen in Béjar in Salamanca, wo ihr Vater Notar war. Als Jugendliche half sie eifrig mit im ihrer Pfarrei, vor allem in einer Gruppe Hijas de Maria, Marienkinder, die Gebet und Gute Werke pflegten. 23-jährig übernahm sie die Leitung in dieser Gruppe, die sich in ihren Aktivitäten auch an den Vinzenzkonferenzen orientierte. Sonntags gab es eine Sonntagsschule und es wurde Katechismusunterricht angeboten, dazu kam Ehe- und Familienvorbereitung und Werben für geistliche Berufungen, außerdem Hausbesuche bei Kranken und Armen und deren Pflege. In Gehorsam dem Vater gegenüber verschob sie immer wieder ihren Abschied von zu Hause und den Eintritt in ein Kloster. Schließlich begann sie einzusehen, dass Gott sie berief zur Gründung einer neuen klösterlichen Gemeinschaft; ihr Beichtvater, ein philippinischer Priester, bestärkte sie in dieser Richtung. Sie fand sechs gleich gesinnte junge Frauen. Am 19. März 1875, dem Fest des heiligen Josef, sollte es beginnen; nach der Feier der heiligen Messe in der Pfarrkirche Santa Maria, wollten sie mit diesen in das vorbereitete Haus einziehen; aber es fand sich nur eine einzige bei ihr ein; Maria Briz; das Haus bekam an jenem Tag den neuen Namen Casita de Nazaret, denn der Geist der Heiligen Familie von Nazareth sollte alle Aktivitäten im Haus bestimmen. Allmählich trudelten einige Waisenkinder und arme Kinder ein, die aufgenommen wurden. 1876 approbierte der Bischof von Plasentia die Gemeinschaft vorläufig, unter dem Namen Amantes de Jesús e Huijas de Maria Inmaculada, 1978 legte ihr in der Bischofsstadt der Bischof das Ordenskleid an; 1879 zog die kleine Gemeinschaft von Béjar nach Don Benito in Bajadoz, eröffnete ein Noviziat, führte das Waisenhaus weiter und bot häusliche Krankenpflege an. Am 19. März 1884 folgte die kanonische Errichtung und am 29. Juni legte die Gründerin mit einigen Schwestern die Gelübde ab. 1889 begann die Ausbreitung über weitere Häuser in Spanien. Zwei Tage vor ihrem Tod erlitt Schwester Matilde einen Schlaganfall, dessen Folgen sie ans Ende ihrer irdischen Aufgaben brachte. Inzwischen ist das Mutterhaus nach Madrid verlegt und die Schwesterngemeinschaft nennt sich Hijas de Maria Madre de la Iglesia, Marientöchter von der Mutter der Kirche. Die Gründerin wurde seliggesprochen am 21. März 2004.

11. † am Sonntag, dem 17. Dezember 1916, entschlief in Rom, an Santa Sabina auf dem Aventin, der selige Priester Hyacinth, Henri-Marie Cormier aus dem Orden der Dominikaner, der Generalmagister seit 1904 war und 1911 die Ordensuniversität, das Collegium Angelicum gegründet hat, wo er die Theologie und vor allem die Spiritualität des Predigerordens förderte und prägte.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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