Ökumenisches Heiligenlexikon

Euphronius von Tours

auch: Eucherius, Euterius, Eustochius, Eufroy
französischer Name: Euphrône

1 Gedenktag katholisch: 4. August

Name bedeutet: der Heitere (griech. - latein.)

Bischof von Tours
* um 503
4. (?) August 573 in Tours in Frankreich


Yaroslav und Galina Dobrynin: Die Übertragung der Kreuzesreliquie mit Radegund von Thüringen (links), Euphronius (Mitte) und Venantius Fortunatus, Fresko, 1993 bis 1997, im orthodoxen Kloster Saint-Antoine-le-Grand in Saint-Laurent-en-Royans
bei Die
Yaroslav und Galina Dobrynin: Die Übertragung der Kreuzesreliquie mit Radegund von Thüringen (links), Euphronius (Mitte) und Venantius Fortunatus, Fresko, 1993 bis 1997, im orthodoxen Kloster Saint-Antoine-le-Grand in Saint-Laurent-en-Royans bei Die

Euphronius war Sohn einer einflussreichen gallo-römische Senatorenfamilie und ein Enkel von Gregor von Langres. Er wurde 556 Bischof von Tours und leitete 567 die dortige SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.. Merowingerkönig Sigibert I. gab ihm die unter seinem Vorgänger enteigneten Ländereien der Diözese zurück; Euphronius konnte dann mehrere kirchliche Bauten errichten, darunter die ehemalige - in der Französischen Revolution 1791 zerstörte - Kirche Saint-Vincent. 569 empfing er in Poitiers eine Reliquie des Heiligen Kreuzes Jesu, die dank der Bemühungen von Radegund von Thüringen aus Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - gekommen war, zudem fand und erhob er die Reliquien von Britta und Maura und ließ das ehemalige Oratorium - an der Stelle der heutigen Kirche Sainte Maure et Sainte Britte - in Sainte-Maure-de-Touraine errichten. Euphronius förderte den Dichter Venantius Fortunatus. Berichtet wurden auch Wundertaten.

Euphronius wurde in der damaligen Kirche Saint-Martin in Tours bestattet. Gregor von Tours, sein Neffe - oder Cousin -, wurde sein Nachfolger als Bischof und lobte Euphronius' Wirken.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.12.2025

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Euphr%C3%B4ne_de_Tours - abgerufen am 30.12.2025
• https://pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/IA00071214 - abgerufen am 30.12.2025
• https://himmlischesjerusalem.de/2025/08/24/yaroslav-dobrynine-galina-dobrynine-fresken-aus-dem-kloster-st-antoinius-der-grosse-in-saint-laurent-en-royans-1993-1997 - abgerufen am 30.12.2025

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.