Memmius von Catalaunum
französische Namen: Memmie, Menge, Meinge
auch: Miminus, Memius, Memmus, Mimus
Gedenktag katholisch: 5. August
Übertragung der Gebeine: 16. Dezember
Name bedeutet: ?
Memmius war der Legende zufolge einer der ersten Jünger von Petrus, der ihn zum Priester weihte und zur Mission nach Gallien schickte. Er starb unterwegs; sein Begleiter Donatianus kehrte nach Rom zurück und erhielt dort von Petrus ein Gewand, das er auf den Leichnam des Verstorbenen legte, woraufhin dieser wieder zum Leben erwachte. Dann kamen sie nach Catalaunum, wo sie an Kranken und Gebrechlichen Wunder vollbrachten, aber dennoch keine Bekehrungserfolge verzeichneten. Deshalb zogen sie sich für ein Jahr in eine Höhle an der Stelle der heutigen, Memmius geweihten Kirche in Saint-Memmie zurück; schließlich retteten sie den in den nahen Fluss Mau gefallenen Jüngling eines vornehmen Mannes Lampas vor dem Tod durch Ertrinken, nun wurden sie in der Stadt willkommen geheißen und heilten drei Aussätzige, drei Blinde und einen Besessenen. Memmius errichtete in Catalaunum eine Kirche und wirkte dann 80 Jahre lang als Bischof; bei seiner Bestattung sei der Sarg in einer Höhe von vier Fingern über der Erde hängen geblieben. Ihm folgten im Bischofsamt sein Diakon Donatianus, diesem der Subdiakon Domitianus.
Zusammen mit Memmius wird auch seine Schwester Poma verehrt.
Tatsächlich ist die Memmius-Legende eine Nachbildung derjenigen über Maternus von Köln. Dennoch war Mammius wohl um 260 der erste Bischof der Stadt Catalaunum, wirkte zur Zeit des römischen Bischofs Sixtus II. und errichtete die erste Kirche an der Stelle der heutigen Kathedrale. Das Grab vom Memmius ist in der ihm geweihten Kirche in Saint-Memmie bei Châlons-en-Champagne. An seinen Gebeinen ereigneten sich viele Wunder, Gregor von Tours berichtete über eine Totenauferweckung. 647 und später wurden die Gebeine erhoben, letztmals 1624. Auch der Ort Saint-Menge in den Vogesen ist nach Memmius benannt.
Patron
von Châlons-en-Champagne,
Saint-Memmie und
Saint-Menge
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 14.04.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Memmie_de_Ch%C3%A2lons - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_%C3%A9v%C3%AAques_de_Ch%C3%A2lons-en-Champagne - abgerufen am 18.07.2023
• Infotafel in der Kirche in Saint-Memmie
• Heike Bentheimer: Champagne. Trescher Verlag, Berlin 2021
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.