Ökumenisches Heiligenlexikon

Pusei

auch: Phusikos, Fusicus, Phusis, Phusec, Pusicius
syrischer Name: ܦܘܣܝ - Posi, Pusai

2 Gedenktag katholisch: 18. April
21. April

1 Gedenktag evangelisch: 9. März

1 Gedenktag orthodox: 17. April

2 Gedenktag armenisch: 13. April

1 Gedenktag syrisch-orthodox: 15. April

Name bedeutet: der Winzige (latein.)

Märtyrer
344 in Persien


Pusei, so die Überlieferung, war Weber, dessen Vorfahren aus Griechenland nach Persien verbannt worden waren. Er wirkte als Kuropalates, d. h. als leitender Angestellter im Königspalast von Großkönig Schapur II. und war der Leiter der königlichen Werkstätten der Künstler. 344 sprach er in der von Schapur begonnenen Verfolgung einem verurteilten Christen beim Gang zur Hinrichtung Mut zu und offenbarte sich damit als Christ. Er wurde verhaftet; König Schapur, der ihn sehr schätzte, versuchte vergeblich, ihn zum Widerruf zu bewegen. Pusei blieb standhaft und wurde deshalb am Karsamstaghingerichtet.

Martha, obwohl vom Verlust ihres Vaters zutiefst erschüttert, wankte nicht, bekannte sich ebenfalls zum Glauben an Jesus Christus und wurde deshalb kurz nach ihm auch verhaftet. Sie widerstand ebenfalls den Verlockungen, dem Christentum abzuschwören, und den Folterqualen und erlitt am Ostersonntag - einen Tag nach ihrem Vater - den Märtyrertod.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Die Märtyrerakten von Pusei gibt es in deutscher Übersetzung in der Biliothek der Kirchenväter bei der Université Fribourg.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.08.2026
• https://catholicsaints.info/saint-pusicio - abgerufen am 19.08.2026
• https://www.santiebeati.it/dettaglio/49920 - abgerufen am 19.08.2026
• Oskar Braun (Übersetzer): Ausgewählte Akten Persischer Märtyrer. Kempten und München 1915 - Dank an C. S., Brief vom 15. Juli 2006
• https://www.santiebeati.it/dettaglio/50030 - abgerufen am 19.08.2026
• https://catholicsaints.info/saint-martha-of-persia-19-april - abgerufen am 19.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.