Waldricus von Laon
auch: Baldricus
französischer Name: Gaudry
Gedenktag katholisch: 25. April
Name bedeutet: der reiche Gebieter des Heeres (althochdt.)
Waldricus war KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator.
und vielleicht Kanzler bei Heinrich I., dem König von England und Herzog der
Normandie. Mit Unterstützung des Königs wurde er 1106 Bischof von
Laon. Der Theologe und Leiter der Schule an der
Kathedrale, Anselm von Laon, bezeichnete ihn als raffgierigen KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
und gewalttätigen Aristokraten
, deshalb wandte sich Waldricus an Papst Paschalis II., der seine Wahl bestätigte.
Nach einem Streit beschloss er, Gerhard von Quierzy,
der ihn beleidigt hatte, ermorden zu lassen; um nicht verdächtigt zu werden, reiste er einige Tage vor der Tat nach
Rom. Da Waldricus stets in Geldnot war, versuchte
er mit allen Mitteln, zusätzliche Steuern und Abgaben zu erheben. Im April 1112 wollte er die vom König genehmigte Gründung
der Kommune Laon verhindern, weil das den Ausfall seiner Steuereinnahmen zur Folge hatte; die Stadtbewohner versuchten, ihn
mit hohen Geldsummen zu beschwichtigen, was Waldricus aber nicht von seinem Widerstand abhielt. So kam es zu einem Aufstand. Als
sein Bischofssitz brannte, entkam Waldricus in der Kleidung eines Dieners und versteckte sich in einem Fass, aber er wurde
entdeckt. Ein Mann namens Bernard de Bruyères spaltete seinen Kopf mit einem Axthieb, ein anderer Mann, Teudegaud, schnitt
ihm den Ringfinger ab, um den Bischofsring zu bergen. Seiner Kleidung beraubt, ließ man seinen Leichnam auf der Straße liegen
und das Feuer griff auch auf die Kathedrale über.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 08.09.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Gaudry_(%C3%A9v%C3%AAque_de_Laon)
• Acta Sanctorum: 25. April
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.