Waningus von Fécamp
auch: Waneng, Vaningus, Waringus, Waringo
Gedenktag katholisch: 9. Januar
Name bedeutet: ?
Waningus stammte aus einem Adelsgeschlecht und wurde zunächst Soldat. König Chlothar III., der Sohn von Bathilde, ernannte ihn zum Statthalter im Pays de Caux - der Gegend zwischen Le Havre und Dieppe. In diesem Amt unterstützte er Wandregisil und ließ auch mehrere Kirchen und Klöster auf seine Kosten und auf seinem Besitz erbauen. Seinen Sohn Desideratus ließ er im Kloster in Fontenelle - dem heutigen Saint-Wandrille - erziehen. Um 666 erkrankte er schwer mit hohem Fieber und sah der Überlieferung zufolge in der Fieberhitze die Orte der Seligen und den der Verdammten sowie den Thron des göttlichen Richters, der sich anschickte, ihn zu verurteilen.
Aus seiner Angst wurde Waningus durch Eulalia von Mérida befreit; sie erschien ihm und befahl, dass er zur Verherrlichung der heiligsten Dreieinigkeit eine weitere Kirche und ein Kloster für Jungfrauen erbauen solle, dafür könne er noch 20 Jahre weiterleben. Waningus wurde gesund, begann um 658 mit Genehmigung und Unterstützung von König Chlothar, Bischof Aldowin von Rouen und Abt Wandregisil von Fontenelle den Bau des Doppelklosters und dessen Kirche in Fécamp. Childomarca wurde die erste Äbtissin, bald schon gehörten ihm angeblich 366 Nonnen an.
Waningus' Reliquien wurden ins um 1082 gegründete damalige Kloster der Benediktiner nach Ham - dem heutigen Ham-en-Artois - übertragen. Das Kloster wurde 1793 in der Französischen Revolution weitgehend zerstört, heute sind nur noch die Abteikirche und die Abtsresidenz erhalten.
Das Kloster in Fécamp wurde im Mai 841 Opfer eines Überfalls der Wikinger, 990 begann der Wiederaufbau des nun von Kanonikern und ab 1001 von Benediktinern bewohnten Klosters. 1791 mussten die Mönche in der Französischen Revolution ihre Abtei verlassen, die Kirche wurde Pfarrkirche.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 17.06.2026
Quellen:
•
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Sauveur_de_Ham-en-Artois - abgerufen am 29.05.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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